SPD in der Börde Sittensen

- wir wollen's wissen ...

 

Radtour nach Wohnste

Der SPD-Ortsverein der Börde Sittensen machte am Sonntag, den 12. August eine Fahrradtour durch die Börde mit dem Ziel Wohnste. Nach einem Treffen an der Wassermühle ging es in Richtung Klein Meckelsen und Vierden. 25 Radfahrer ließen sich auch nicht durch etwas kühles Wetter abhalten und hatten viel Spaß. Zwischendurch mussten auch einige Aufgaben erfüllt werden, so mussten zum Beispiel einige Gegenstände gesammelt und ein Lied umgedichtet werden, das am Ende der Tour sogar vorzutragen war.
In Wohnste hatten die Organisatoren Sandra Lohrberg und Bernd Wölbern für das leibliche Wohl gesorgt, so dass man noch lange in gemütlicher Runde beisammen sitzen konnte. Die Rückfahrt bei strömendem Regen war allerdings eine sehr feuchte Angelegenheit.
Auch im nächsten Jahr wird es wieder eine Radtour für alle Interessierten geben


Bürgerabend

Der Bürgerabend der SPD am Samstag, den 18. August war ein großer Erfolg. Der Ortsverein hatte zu einem gemütlichen Abend bei Iris und Ulli Stabenau eingeladen und viele Interessierte kamen. Ungefähr 75 Gäste genossen an diesem Abend bei warmen Temperaturen und Sonnenschein (natürlich nur am Anfang) frisch gezapftes Bier, gegrillte Würstchen, Salate und mehr. 

Natürlich diente der Abend auch dem Gespräch. Viele Kandidaten der SPD zur Kommunalwahl hatten sich eingefunden und es gab interessante Diskussionen zur aktuellen Politik. Besonders erfreulich war, dass auch der Bürgermeister(kandidat) für Gemeinde bzw. Samtgemeinde Sittensen Heinz-Hermann Evers und der Kandidat für die Position des Landrats im Kreis Rotenburg Christian Sonnenwald gekommen waren. 

Aber der Abend war natürlich nicht nur der Politik gewidmet, sondern es ging vor allem darum sich kennen zu lernen und einen angenehmen Abend zu verbringen. So wurde zum Beispiel spontan Boule gespielt und die anfangs anwesenden Kinder beschäftigten sich mit Fußball.
Es war rundum ein gelungener Abend.


 

Rote Bude im Einsatz

Es ist Wahlkampf in Sittensen, denn am 9. September steht die Kommunalwahl bevor. Die SPD informiert deshab mit ihrem Infostand in der Bahnhofstraße vor der Kreissparkasse.  Am Freitag, den 31. August ab 16.30 Uhr und am Samstag, den 8. September ab 9.30 Uhr stehen den interessierten Bürgerinnen und Bürgern der Börde Sittensen SPD-Kandidaten Rede und Antwort. Wie schon an vergangenen Einsätzen des Infostandes  kann in vielen Gesprächen die aktuelle Lage besprochen und Anregungen und Kritik aufgenommen werden. 

Natürlich ist es auch möglich direkt mit dem Kandidaten der SPD als Samtgemeinde- und Gemeindebürgermeister Heinz-Hermann Evers zu sprechen. 

Nutzen Sie die Gelegenheit!

 


Verkehrsberuhigung in der Gemeinde Sittensen

Auf Antrag der SPD-Fraktion  hat der Rat der Gemeinde Sittensen für die Gebiete Zum Fahnenholz, Am Markt einschließlich Mühlenstraße und Königshof die Einrichtung von Tempo-30-Zonen beschlossen.
Zur Umsetzung dieses Beschlusses fand jetzt eine Ortsbesichtigung statt, an der Mitarbeiter der Samtgemeinde, des Straßenverkehrsamtes Rotenburg, der Polizeiinspektion Rotenburg und der Vorsitzende des Ratsausschusses Wege, Umwelt, Bau, Klaus Huhn (SPD) teilnahm.

Einzelheiten berichtet Klaus Huhn hier:

Verkehrsberuhigung im Bereich Mühlenstraße

Bereits 1995 wurde versucht in dem gesamten Bereich „Meyerhofstraße/Webereisiedlung einschließlich der Mühlenstraße und einem Teilbereich der Straße Am Markt eine 30-Zone einzurichten. Die Umsetzung war sogar vom Landkreis MühlenstrasseRotenburg/W. angeordnet und der Bauhof hatte die Verkehrszeichen aufgestellt. Dann hat aber der Gemeinderat Sittensen mit der CDU-Ratsmehrheit die Einbeziehung der Mühlenstraße nachträglich abgelehnt. Der Landkreis mußte dann die getroffene Anordnung wieder abändern und der Bauhof die Beschilderung ändern.

Der Bedarf der Einbeziehung der Mühlenstraße und einem Teilbereich der Straße Am Markt in die verkehrsberuhigte Zone dieses Gebiet hat sich nicht verändert. Hier liegt das Museum, die Schmiede, die Freie Evangelische Kirche und fußläufige Verbindungen zum Heimathaus, sodass eine reduzierte Geschwindigkeit zur Verbesserung des Wohnumfeldes und zur Verkehrssicherheit förderlich ist.
Nur 2  zusätzliche Verkehrszeichen sind erforderlich. Die andere vorhandene Zonenbeschilderung müssen lediglich umgesetzt werden.

Auf der Fahrbahn soll das Piktogramm „30“ zur Unterstützung/Erkennbarkeit der höchstzulässigen Geschwindigkeit auf die Fahrbahn markiert werden. Einer Umsetzung steht nichts mehr im Wege.

Im Rahmen der nächsten Haushaltsplanberatungen 2002 ist im Fachausschuss festzulegen, ob noch 2 bauliche Maßnahmen (Einengung oder Aufpflasterung) vorgenommen werden sollen. Diese Überlegung wurde vom Vertreter der Polizei angeregt.

Verkehrsberuhigung am Westerberg/Zum Fahnenholz

Bereits 1992 wurde versucht in diesem Bereich eine 30-Zone einzurichten. Die Umsetzung scheiterte daran, weil seinerzeit weitergehende Forderungen hinsichtlich Einengungen usw. zu erfüllen waren.

Der Bedarf einer verkehrsberuhigten Zone für dieses Gebiet hat sich nicht verändert, jedoch die zu erfüllenden AuflagenFahnenholz. Dieser Bereich dient als reines Wohngebiet, sodass eine reduzierte Geschwindigkeit zur Verbesserung des Wohnumfeldes und zur Verkehrssicherheit beiträgt. Die Polizei hat auf die teilweise noch nicht gut einsehbaren Einmündungen der Stichstraßen verwiesen. Durch Tempo 30 ist aber ein weiterer Rückschnitt nicht erforderlich. Lediglich die Straßenschilder sind umzusetzen, damit diese besser einzusehen sind.
Ab dem Bereich Alte Dorfstraße bis zur Ortstafel wird die 30-Zone eingerichtet. Nur je 1 Verkehrszeichen am Anfang und am Ende ist erforderlich.
In den Einmündungsbereichen sind Markierungen zur Unterstützung/Erkennbarkeit der höchstzulässigen Geschwindigkeit auf die Fahrbahn aufzutragen.

Daneben ist das Piktogramm „Haltlinie“ im Bereich Alte Dorfstraße vor der Einmündung Zum Fahnenholz vorzusehen. Für ortsunkundige ist die Einmündung durch ein landwirtschaftliches Gebäude nicht erkennbar. Diese Haltelinie soll zu mehr Verkehrssicherheit beitragen.

Die Tempo 30-Zone umfaßt folgende Straßen:
Zum Fahnenholz, Koppelweg, Alter Steinweg, Wachholderweg, Heidschnuckenweg und Schäferkamp.

Verkehrsberuhigung im Bereich Königshof

In diesem Gebiet liegen das Freibad, der Kindergarten, das Jugendzentrum, der Veranstaltungsraumes im LOE-Haus, DRK-Rettungsstation und die Diakonie Sozialstation. Darüber hinaus ist der Parkplatz Waldbühne Ausgangspunkt für Spaziergänge im Bereich des Königshofes. Der südliche Bereich des Gebietes (Wiesenweg, Im Erlengrund und Lerchenfeld) ist bereits als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen. 

Die 30-Zone unterstützt diese Regelung.
Innerhalb des Gebietes befinden sich sehr viele Wohnwege die der Straße Königshofallee durch die Verkehrszeichen 205 „Vorfahrt gewähren“ untergeordnet sind. Gleichzeitig gilt die Königshofallee als vorfahrtsberechtigt, was zwangsläufig zu höheren Geschwindigkeiten führt. Die Regelung „rechts vor links“ wird eingeführt, was natürlich zu einer Minderung der Geschwindigkeit führt. Für die Drosselgasse entfällt die Einbahnstraßenregelung. Im Bereich des Halteverbotes Drosselgasse sollen Schraffierungen die Einhaltung unterstützen.
Auch könnten zahlreiche Verkehrszeichen ersatzlos entfernt werden. Dieses ist natürlich auch ein Beitrag zur Lichtung des Schilderwaldes.

Lediglich in den Einmündungsbereichen  zur Scheeßeler Straße, zum Wiesenweg und des Alpershausener Weg/Kaiserweg müßte die Zonenbeschilderung erfolgen.
In den Einmündungsbereichen sollen Markierungen  zur Unterstützung/Erkennbarkeit der höchstzulässigen Geschwindigkeit auf die Fahrbahn aufgetragen werden.

Die Tempo 30-Zone umfaßt folgende Straßen:
Königshofallee, Drosselgasse, Amselweg, Ostering, Teichweg, Am Waldbad, Waldstraße, Kirchfeld und Kaiserweg.

Die Umsetzung der 30-Zone Königshof soll frühestens nach Beendigung der Freibadsaison erfolgen.

Anmerkung:
Im Bereich Ostetal sollen auch noch Piktogrammen „30“ aufgetragen werden, um die Fahrer an die zulässige Zonengeschwindigkeit zu erinnern. Dieses geht auf eine Anregung des Seniorenbeirats zurück.


Kultusministerin in Sittensen

Schulpolitik ist ein heißes Thema in allen Wahlkämpfen in Niedersachsen und so war es sehr erfreulich, dass es dem SPD-Ortsverein der Börde Sittensen gelungen war, die Kultusministerin des Landes Niedersachsen Frau Renate Jürgens-Pieper Kultusministerinzu einer Veranstaltung nach Sittensen einzuladen. Die Ortsvereinsvorsitzende Traute Flacke konnte im voll besetzten Saal der Gaststätte Oehr viele interessierte Zuhörer begrüßen, darunter auch den Bürgermeister Heinz-Hermann Evers und SPD-Landratskandidaten Christian Sonnenwald.
In einem halbstündigen Referat stellte Frau Jürgens Pieper die Bildungspolitik des Landes dar. Sie hob dabei besonders hervor, dass die SPD-Landesregierung viel Geld ausgegeben habe, um die Lehrerversorgung sicherzustellen. So würden insgesamt in dieser Legislaturperiode 3100 neue Lehrer eingestellt, um die Unterrichtsversorgung bei steigenden Schülerzahlen auf einem stabilen Niveau zu halten. Gleichzeitig würde die Verlässliche Grundschule flächendeckend eingeführt, was zu Mehrausgaben von 10 % gegenüber der herkömmlichen Grundschule führen würde. Diese Mehrkosten seien aber notwendig, damit den Eltern verlässliche Betreuungszeiten angeboten werden könnten, um Kinder und Beruf besser miteinander vereinbaren zu können.
In der anschließenden lebhaften Aussprache wurde vor allem von anwesenden Schulleitern auf die schlechte Einstellungspraxis seitens der Bezirksregierung hingewiesen. Realschulrektor Gerd Panning aus Sittensen wies darauf hin, dass unsere HROS auch Wochen nach Ende der Sommerferien nicht wisse, welche Lehrer neu an die Schule kommen werden, obwohl dringend fünf Kolleginnen und Kollegen benötigt werden. Es sei zwar inzwischen sicher, dass vier -vielleicht auch fünf- kommen werden, doch leider viel zu spät. Die Kultusministerin stellte das Einstellungsverfahren dar, gab aber zu, dass solche Zustände wie in Sittensen nicht vorkommen sollten. Sie versprach, das Einstellungsverfahren zu überdenken.
Großen Raum nahm die Diskussion über die Verlässliche Grundschule ein. Von der Kultusministerin wurde dieses Modell immer wieder als sehr erfolgreich dargestellt, wegen der verlässlichen Betreuungszeiten und weil sichergestellt werde, dass der Unterricht voll nach Stundentafel erteilt werde. Die anwesenden Schulleiter der Grundschulen, wie z.B. Herr KultusministerinMertins aus Sittensen, kritisierten aber an diesem Modell, dass es zu starr sei. Die Schulen würden zu sehr in der Möglichkeit, den Stundenplan sinnvoll zu gestalten, eingeschränkt.
Auch die Schulstrukturreform wurde diskutiert. Frau Jürgens-Pieper stellte in Bezug auf die Orientierungsstufe (OS) die verschiedenen denkbaren Modelle vor, betonte jedoch, dass es noch keine Festlegung auf ein Modell wie z.B. Abschaffung der OS gebe. Sicher sei lediglich, dass der freie Elternwille nach der 4. Klasse erhalten bleibe. Allerdings wies sie darauf hin, dass unter dieser Bedingung die Einrichtung von Förderstufen getrennt nach Schulformen zu einem Ausbluten der Hauptschule führen werde, weil kaum noch Eltern ihr Kind dort anmelden würden.
Zur Schulstruktur könne sie aber mit Sicherheit sagen, dass es keine Abschaffung der Realschulen geben werde. Es solle lediglich im Schulgesetz den Schulträgern die Möglichkeit eingeräumt werden, kombinierte Haupt- und Realschulen einzurichten.


Gymnasialer Zweig für das
Schulzentrum Sittensen

Über die Entwicklung und Inhalte des Themas gymnasiales Angebot wurde in der Samtgemeinde Sittensen bereits ausgiebig diskutiert. Die Mehrheitsfraktion im Samtgemeinderat (CDU) hat die Realisierung aber leider abgelehnt.
Ein gymnasiales Angebot ist nur in Form einer kooperativen Gesamtschule (KGS) in Sittensen realisierbar, da ein Gymnasium nicht möglich ist.


In der Vergangenheit wurde argumentiert, dass durch die KGS in Sittensen
das Gymnasium Zeven gefährdet wird. Nun konnten wir der Presse entnehmen, dass hier (Zeven) eine sehr umfangreicheSchulgebäude Sanierung und Erweiterung vorgesehen ist. Jetzt stellt sich doch die Frage, warum dieses Geld des Landkreises nicht teilweise in Sittensen investiert wird. Durch diese geplante Erweiterung in Zeven ist die Diskussion um eine KGS in Sittensen neu zu führen.

Hier ist aber immer noch erheblicher Informationsbedarf gegeben, denn wie ist
es sonst zu erklären, dass Ratskollegen gegenüber der Presse  die Begriffe integrative und kooperative Gesamtschule verwechselt haben? Oder sollte dieses Verwirrung stiften?

In Sittensen ist die Diskussion immer um die Kooperative Gesamtschule gegangen.
Warum haben sich die Schulelternräte gerade für diese Schulform stark gemacht?
Die KGS nach Sittenser Vorstellung soll klassisch in die Zweige Hauptschule,
Realschule und Gymnasium getrennt werden, da es nur für diesen Schultypus
eine Chance der Realisierung gibt. Bei der KGS hätte Sittensen alle 3 Schulformen bis zur 10. Klasse vor Ort.

Warum wurde nicht eine integrierte Gesamtschule favorisiert?
Bei der integrierten Gesamtschule gibt es keine klassische Trennung zwischen den drei Schulformen. Diese Variante wäre für Kinder mit einseitigen Stärken und Schwächen sicherlich die beste Schulform. Da sich die Schulformen stark
verwischen ist hierfür (leider?) die große Akzeptanz und auch keine erforderliche Mehrheit zu erwarten.

Wie ist der Unterricht an der kooperativen Gesamtschule (wie in Sittensen
beabsichtigt) organisiert?
Die kooperative Gesamtschule umfasst im Sekundenbereich I  die Schuljahrgänge 5 - 10 , die Orientierungsstufe, die Hauptschule, die Realschule und das Gymnasium werden als aufeinander bezogene Schulzweige
geführt.
In der KGS wird von der 7. bis zur 10. Klasse nach Schulformen getrennt unterrichtet, dass heißt, die Schüler nehmen am Unterricht einer Hauptschul-,
einer Realschul- oder einer Gymnasiumsklasse teil. Dieses bedeutet somit keine
Veränderung der bisherigen Praxis.
Der Unterricht muss schulformübergreifend ab der 7. Klasse nur in den Fächern Sport, Musik/Kunst, Werken und Textiles Gestalten stattfinden. Alle
Haupt- und wesentlichen Nebenfächer werden somit im jeweiligen Schulzweig
unterrichtet.

Die Schule kann gegen den Willen der Eltern den Anteil des schulformüber-
greifenden Unterrichts nicht  ausdehnen und dies wird auch nicht von der
Schulleitung beabsichtigt.

Der mögliche Vorwurf der „Gleichmacherei“ wäre bei dieser klassischen Trennung der 3 Schulformen nicht haltbar. Ein gymnasialer Zweig im Rahmen
einer kooperativen Gesamtschule könnte somit eine sinnvolle Ergänzung des
Schulangebotes bedeuten.

Wir  möchten abschließend zusammenfassend über die Vorteile und Nachteile einer kooperativen Gesamtschule informieren.
Vorteile:

Der mögliche Vorwurf der „Gleichmacherei“ wäre bei dieser klassischen Trennung der 3 Schulformen nicht haltbar. Ein gymnasialer Zweig im Rahmen
einer kooperativen Gesamtschule könnte somit eine sinnvolle Ergänzung des
Schulangebotes bedeuten.
 

Klaus Huhn
Vorsitzender Schul- und Kulturausschuss
der Samtgemeinde Sittensen


Offener Brief an die CDU-Sittensen

In den letzten Tagen vor der Kommunalwahl wurde im Bereich der Samtgemeinde Sittensen ein „Informations-Blatt“ der CDU Sittensen zur Frage „Abitur - eine Möglichkeit in Sittensen?“ verteilt.

Zunächst und vorweg möchte ich der CDU unseren aufrichtigen Dank dafür aussprechen, dass sie uns allen endlich mal Begriffe wie „Gymnasium“, „Leistungskurs“, „Abiturienten“, etc. erklärt hat. Das wurde ja auch mal Zeit, dass uns Doofen das mal erklärt wird. Danke also!

Davon ausgehend, dass die zeitliche Nähe des Erscheinens des “Info-Blattes“ zur Kommunalwahl sicher nichts damit zu tun hatte, eine Stellungnahme seitens der SPD zu erschweren oder gar unmöglich zu machen, musste ich leider feststellen, dass durch dieses „Info-Blatt“ der - sicher auch unbeabsichtigte! - Eindruck erweckt werden könnte, die SPD wolle eine gymnasiale Oberstufe mit abschließendem Abitur in Sittensen einrichten. Damit die Informationsbemühungen seitens der CDU nicht völlig umsonst sind, nehme ich hiermit gerne unterstützend die Gelegenheit wahr, sehr deutlich zu sagen:

WIR WOLLEN DIES NICHT!

Wir kämpfen vielmehr seit Jahren für die Einrichtung eines gymnasialen Zweiges bis einschließlich Klasse 10 als Ergänzung zum bestehenden, guten Schulangebot am hervorragend ausgestatteten Sittenser Schulzentrum.

Dies entspricht im Übrigen dem Wunsch vieler Eltern. Nie war seitens der SPD von einer gymnasialen Oberstufe oder Abitur in Sittensen die Rede. Denn wir wissen, dass dies völlig unrealistisch wäre. Völlig!

Ich hoffe, dass ich mit dieser Stellungnahme - auch in Ihren Reihen, unserem politischen Konkurrenten - für Aufklärung sorgen konnte.

Nochmals also -trotz Allem - vielen Dank für Ihre interessanten Ausführungen zum Themenkomplex „gymnasiale Oberstufe“.

Sollte der Antrieb zu dem erwähnten „Info-Blatt“ allerdings darin liegen, dass Teilen (oder der gesamten?) CDU der Unterschied zwischen Oberstufe und 10. Klasse nicht völlig geläufig ist, so stehe ich in der Tat erst recht zu unserer Aussage, dass es mit den jetzigen Mehrheitsverhältnissen im Samtgemeinderat ein gymnasiales Angebot in Sittensen auch in Zukunft nicht geben wird! Dann müssen wir geradezu die Mehrheit der Sitze im neuen Samtgemeinderat stellen, weil wir die Verantwortung für unsere Kinder ebenfalls sehr, sehr ernst nehmen. Und das meinen wir so.

Bernd Wölbern, Wohnste
Stellv. Fraktionsvorsitzender der SPD
im Rat der Samtgemeinde Sittensen


Aus gegebenem Anlass...
von Bernd Wölbern, Wohnste

…muss ich mich mal zu Wort melden. Nicht, dass es von entscheidender Wichtigkeit wäre, was ich zu sagen habe. Nicht, dass sich irgendetwas ändern würde. Nicht, dass es ungewöhnliche Erkenntnisse sind. Aber es muss doch einfach mal gesagt werden dürfen: SO GEHT'S NICHT WEITER!

Im Radio freut sich der Moderator schon am Montag "Nur noch fünf Tage bis zum Wochenende!"

Hans Eichel wird als "Schuldenhans" diffamiert; gleichzeitig schreit aber jede Interessengruppe leidenschaftlich auf, wenn Sparvorschläge sie selbst betreffen!

Die Union bezeichnet reflexartig jede Maßnahme der Regierung als unzureichend; lässt aber gleichzeitig keine Möglichkeit aus, aus wahl-, partei- und machttaktischen Motiven zu blockieren wo es nur geht. Von eigenen Vorschlägen der Opposition kann schon gar keine Rede sein. Die Methode ist ebenso effektiv wie durchsichtig: Was immer Rot-Grün vorschlägt, beteuert die Union "grundsätzliches Einverständnis". Dann werden solange "Nachbesserungen" gefordert, bis man sich im konservativen Lager sicher sein kann, bei vielen Menschen die Schmerzgrenze erreicht zu haben. Protest gegen die Regierung ist dann gewiss.

Beispiel Praxisgebühr. Eine ureigene Forderung der Union im Vermittlungsausschuss! Ohne die 10€ Eintrittsgeld sollte die gesamte Gesundheitsreform scheitern, so die Union! Kaum beschlossen, schrie die gesamte Führungsriege von CDU/CSU und FDP auf: "Abzocke!" "Verwaltungs-Monstrum". Der Plan ging auf. Die unsinnige Forderung der Union wurde der Regierung angelastet. Beispiel Altersbezüge. Das Regierungskonzept der stufenweise stärkeren Besteuerung der Altersbezüge bei gleichzeitiger geringerer Besteuerung der Rentenbeiträge nannte Friedrich März noch im Herbst 2003 den "einzig richtigen Weg". Im Bundestag wurde das entsprechende Gesetz jedoch von der Union abgelehnt.

Ist es da eigentlich noch ein Wunder, dass die Menschen von der Politik die Nase voll haben?

"61 Milliarden € weniger Steuereinnahmen bis 2007 für Kommunen, Länder und Bund." Ich hoffe, dass sich der Mut durchsetzt, hierauf die einzige Antwort zu geben die jeder Mensch mit einem Rest Vernunft sowieso schon kennt: Weiter sparen! Ich befürchte allerdings, dass es der Opposition gelingt, selbst bei diesen Zahlen die Akzeptanz für Sparmaßnahmen auf Null zu drücken. Genüsslich wird sie jeden Sparvorschlag als "Grausamkeit" geißeln. Sie wird erfolgreich jede Maßnahme als "ungerecht" bezeichnen, solange bis jeder Bürger sicher ist, dass er über die Maßen benachteiligt wird. "Mit mir nicht!" So erkauft man sich kurzfristige Zustimmung - zum Schaden Aller!

Und ohne jetzt Medienschelte betreiben zu wollen: Natürlich verkauft sich ein handfester Politikerstreit besser als eine Pressemitteilung mit langweiligen Fakten, die womöglich auch noch über rechtliche Hintergründe oder Verfahrensfragen informiert. Aber haben wir nicht ALLE eine Verantwortung, der wir gerecht zu werden haben?

Wenn insgesamt von der Politik nichts mehr erwartet wird, dann sollten wir uns hüten, vorschnell auf "Die da oben" zu zeigen.

Dann ist das auch ein Ergebnis des medialen Desinteresses an positiven Meldungen. Dann ist das auch eine Folge davon, dass jeder politische Erfolg vom jeweiligen politischen Konkurrenten umgehend "zerstört" wird.

Dann sollte der nächste Gedanke sein: "Habe ICH eigentlich genug getan, damit das anders wird?" Wer seiner Verantwortung nicht gerecht wird, schadet der Gesellschaft. Und damit sich selbst. Wann haben wir das letzte Mal ein Lob gehört, das an den politischen Konkurrenten adressiert war?

Wir entwickeln in schwierigen Zeiten offensichtlich eine unstillbare Lust, nach Schuldigen für die Misere zu suchen. Und völlig egal ….es wird drauf geschlagen!

Die Ausländer! Die Arbeitslosen! Die Rentner! Die Kranken! Die Roten! Die Grünen! Die Schwarzen!

Bei all dem Draufhauen vergessen wir aber nur allzu gerne, nach Lösungen zu suchen. Weil es nämlich sehr mühsam ist, diese durchzusetzen. Weil das Spiel anders geht. Es geht nicht um Lösungen, sondern darum wer wen wie effektiv fertig macht. Es gibt MdB, die beherrschen die destruktive Praxis des Zerstörens perfekt: Der politische Konkurrent wird als Feind erkannt, der bekämpft werden muss. Koste es was es wolle. Sacharbeit? Ineffektiv!

Geradezu brillant ist dann schon die Aufforderung an die Bundestagskollegen "die Polemik zu beenden". Das sagt ein MdB, der bekannt ist als Verfasser richtungsweisender Pressemitteilungen, der Großmeister des verbindlichen Wortes, der fernab jeder Polemik und ohne jedes Stammtischgefasel den Menschen im und auf dem Lande Antworten gibt. Oft sogar, bevor Fragen gestellt wurden.

Alle haben erkannt, dass es so nicht weitergehen kann, ja nicht weitergehen wird. Wenigstens darin herrscht Einigkeit. Der Reformwille beschränkt sich nur leider darauf, detailliert herauszuarbeiten, was die ANDEREN ändern müssen, damit es wieder nach oben geht. So wird das nichts. Bundespräsident Rau nennt das "Gruppen-Egoismus".

Und dann ist da noch die Sache mit der Wahrheit. Schwieriges Thema. "Litauen verzeichnet einen realen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 7,5%. Deutschland ist mit 1.5% Schlusslicht."

Erschreckend, nicht wahr? Nein! Denn ebenso wichtig wie die Wahrheit ist die Realität hinter der Wahrheit. Und ein verhältnismäßig ärmeres, wirtschaftlich weniger entwickeltes Land kann nun mal mehr wachsen als ein verhältnismäßig reicheres, wirtschaftlich weiter entwickeltes Land wie Deutschland.

Man könnte auch sagen: Wir haben einen Standard erreicht, der nur sehr schwer zu halten ist. In der gegenwärtigen weltwirtschaftlichen Situation bedeutet unser Lebensstandard sogar große gesellschaftliche Probleme. Denn wir werden uns von einigen unserer Annehmlichkeiten verabschieden müssen.

Sollte diese allgemein akzeptierte Erkenntnis uns nicht helfen, über ideologische Schatten zu springen und gemeinsam das Nötige zu tun?

Ehre und Ehrlichkeit gehören zu den höchsten Gütern einer zivilisierten Gesellschaft. Ist es wirklich zu naiv, davon auszugehen, dass sie ihren unverrückbaren Platz auch in der Politik einer zivilisierten Gesellschaft haben sollten?

Ist es angemessen, ein Land, eine Gesellschaft wissentlich an die Wand zu fahren; nur um den Preis des Machtgewinns?

Die Lage ist zu ernst, als dass sich die Politik über die Menschen lustig machen könnte. Es ist Zeit umzudenken und der Verantwortung gerecht zu werden. Für uns alle.

Bernd Wölbern, Wohnste


Förderung von Solaranlagen durch die Gemeinde Sittensen
Bis zu 500 € Förderung

Die Notwendigkeit zum Einsatz erneuerbarer Energien ist hinlänglich bekannt. Er ist ein wichtiger Beitrag zur Verringerung des CO2-Ausstoßes und zur Erhaltung einer intakten Umwelt für zukünftige Generationen. Die Gemeinde Sittensen ist sich ihrer Verantwortung der Umwelt gegenüber bewusst. Sie unterstützt unter anderem das von der Bundesrepublik Deutschland unterschriebene Umweltabkommen von Rio zur Verminderung von Treibhausgasen. In diesem Sinne sollte eine Förderung von Solaranlagen ein zaghafter und später Versuch sein,  die Co2-Reduzierung auf dem Gebiet der Gemeinde Sittensen zu unterstützen und voranzutreiben.

Die SPD-Fraktion im Gemeinderat stellt deshalb folgenden Antrag:

Der Rat der Gemeinde Sittensen beschließt folgende Satzung:

1. Thermische Solaranlagen zur Warmwasserversorgung und oder Heizungsunterstützung in Privathaushalten werden gefördert.
2. Die Förderhöhe beträgt € 50,-  pro m² effektiver Kollektorfläche und als pauschale € 100,- für die Installation.
3. Die maximale Förderhöhe für ein Einfamilienhaus beträgt € 500,--.
4. Voraussetzung einer Förderung durch die Gemeinde Sittensen  ist die Auszahlung einer Förderung durch den Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
5. Als Nachweis gilt hier der Bewilligungs- / Auszahlungsbescheid der KfW.
6. Als Antragsformular ist eine Kopie des KfW-Antragsformulars ausreichend; die Adressdaten des KfW werden ersetzt durch die Daten der Gemeinde Sittensen.
7. Die Reihenfolge über die Bewilligung der Mittel wird durch das Datum auf dem Bewilligungsbescheid bestimmt.
8. Die Gemeinde Sittensen stellt für die Förderung thermische Solaranlagen pro Haushaltsjahr € 7500,-- zur Verfügung.
9. Sollte der Bedarf an Fördermittel diesen Betrag übersteigen, beschließt der Rat der Gemeinde Sittensen (oder der VA) in der nächstmöglichen Sitzung über eine Aufstockung der Fördermittel für das laufende Haushaltsjahr.(Ausschließlich die jeweils aktuelle Haushaltslage ist bei dieser Entscheidung maßgeblich).
10. Nicht in Anspruch genommene Mittel werden in das nächste Haushaltsjahr übernommen.
11. Die Gültigkeit dieser Fördermaßnahme beschränkt sich auf die Dauer der KfW Fördermaßnahmen, höchstens jedoch 5 Jahren nach seinem Inkrafttreten
12. Alle weiteren Regelungen betreffend der Förderung sind konform der Regelungen der KfW zu betrachten.
13. Die Förderung der Gemeinde Sittensen hat keinen Einfluss, und ist in ihrer Höhe unabhängig von bestehende und zukünftige Förderungen dritter.
14. Die Satzung tritt sofort in Kraft.

Piet van Zeijl


Preise überreicht

Die Ortsvereinsvorsitzende der SPD in der Börde Sittensen, Traute Flacke, überreichte den Gewinnern des Preisrätsels aus "Unserer Zeitung" vom Juli 2001 ihre Preise. 


Iris Stabenau
2. Stellvertretende Samtgemeindebürgermeisterin

Die stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins der Börde Sittensen wurde vom Samtgemeinderat zur 2. Stellvertreterin von Bürgermeister Klindworth gewählt.


Heinz-Hermann Evers Bürgermeister der Gemeinde Sittensen

Diedrich Höyns Stellvertreter

Auf seiner konstituierenden  Sitzung wählte der Rat der Gemeinde Sittensen den SPD-Ratsherrn Heinz-Hermann Evers zum Bürgermeister. Evers wurde damit nach einem erneut sehr guten Ergebnis bei der Kommunalwahl - er erhielt 1961 Stimmen - zum dritten Mal Bürgermeister der Gemeinde Sittensen. Bei der Wahl im Rat wurde Evers von allen Mitgliedern der SPD/WFB-Gruppe unterstützt. Die CDU verzichtete auf die Aufstellung eines eigenen Kandidaten und enthielt sich bei der Abstimmung. Heinz-Hermann Evers freute sich nach der Wahl darüber, dass zumindest niemand gegen ihn gestimmt hätte.
Zum ersten stellvertretenden Bürgermeister wählte der Rat Diedrich Höyns von der SPD und zum zweiten stellvertretenden Bürgermeister Johann Burfeind von der CDU.

Wir wünschen allen Gewählten eine glückliche Hand bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben.