SPD begrüßt Einrichtung eines
Gymnasiums in Sittensen
Der Vorsitzende des Schul- und Kulturausschusses der Samtgemeinde Sittensen Klaus Huhn begrüt die Einrichtung einer
Außenstelle des St. Viti Gymnasiums Zeven am Schulzentrum in Sittensen. Damit sei der Wunsch nach einem gymnasialen Angebot im Ort endlich (teilweise) erfüllt. Nun gelte es für die Eltern von der Möglichkeit einer gymnasialen Beschulung vor Ort auch Gebrauch zu machen. ...
SPD begrüßt Einrichtung der Außenstelle des St. Viti Gymnasiums
Die Einrichtung eines gymnasialen Zweiges wird in Sittensen seit 1992 diskutiert. 1998 hatte die CDU-Mehrheit im Samtgemeinderat einen gymnasialen Zweig abgelehnt.
Am 26.03.2002 hatte die SPD erneut einen Antrag für die Realisierung eines gymnasialen Angebots gestellt, da die CDU-Mehrheitsfraktion in der Vergangenheit eine Kooperative Gesamtschule abgelehnt hatte.
Es war daher sehr erfreulich, dass wieder inhaltlich über die Schulen diskutiert wurde, weil es um Chancengleichheit bzw. um Stärkung des ländlichen Raumes und um den Schulstandort Sittensen mit allen Schulformen ging.
Zu diesem Thema gab es zahlreiche Veranstaltungen wo sich jeder informieren konnte. Aus diesem Grund war es sehr erfreulich, dass einvernehmlich von CDU und SPD die Elternbefragung angeschoben wurde. Die Eltern hatten ein überwältigendes Votum mit 90,71 % für die Einrichtung eines gymnasialen Angebots in Form einer Kooperativen Gesamtschule abgegeben.
Dem Elternvotum zur Verbesserung des Schulangebots waren wir verpflichtet. In Niedersachsen hatten sich die Mehrheitsverhältnisse im Landtag leider verändert. Neue Kooperative Gesamtschulen sind entsprechend der CDU/FDP-Regierung nicht mehr möglich. Aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen hatte sich der Samtgemeinderat am 30.10.2003 einstimmig für ein eigenständiges gymnasiales Angebot ausgesprochen. Der Landkreis Rotenburg/W. hatte diesen Antrag ebenfalls einstimmig unterstützt und einen entsprechenden Antrag gestellt.
Leider hat die Bezirksregierung zwischenzeitlich entschieden, dass vorerst kein eigenständiger gymnasialer Zweig -Mittelstufengymnasim- in Sittensen eingerichtet wird. Jedoch ist für Sittensen eine Zweigstelle des St.-Viti Gymnasiums vorgesehen. Ein gymnasiales Angebot in Sittensen -vor Ort- ist somit keine Utopie mehr, sondern wird Realität.
Nun sind die Eltern gefordert! Sie müssen von der Möglichkeit des örtlichen Angebots Gebrauch machen. Sie sollten die Kinder in Sittensen anmelden. Falls es im Einzelfall nicht mit den geforderten Leistungen klappen sollte, so ist ein unproblematischer Wechsel innerhalb des Schulzentrums möglich.
Machen wir gemeinsam Werbung für dieses gymnasiales Angebot, damit dieses mit viel Leben erfüllt wird!!!
Klaus Huhn
Vorsitzender des Schul- und Kulturausschusses
SPD-Sittensen mit neuem Vorstand
Ulrich Stabenau löst Traute Flacke als Vorsitzender ab
Kürzlich trafen sich die Mitglieder des SPD-Ortsvereins der Börde Sittensen, um einen neuen Vorstand zu wählen. Da die bisherige Vorsitzende Traute Flacke nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung stand, wählten die Mitglieder Ulrich Stabenau zu ihrem neuen Vorsitzenden. Auch alle anderen Vorstandsposten wurden besetzt ....
SPD-Ortsverein wählt neuen Vorstand
Ulli Stabenau neuer Vorsitzender
Kürzlich trafen sich die Mitglieder des SPD-Ortsvereins zu ihrer Jahreshauptversammlung, auf der schwerpunktmäßig Neuwahlen anstanden. Die bisherige Vorsitzende hatte zuvor erklärt, dass sie nicht zur Wiederwahl zur Verfügung stehe, da sie nach drei verantwortlich betreuten Wahlkämpfen in den vier Jahren Ihres Ortsvereinsvorsitzes nun mehr Zeit für andere Interessen haben wolle. Auch Iris Stabenau und Sandra Lohrberg standen aus persönlichen Gründen für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung. Zudem sah auch Heinz-Hermann Evers die Zeit gekommen, aus dem Ortsvereinsvorstand auszuscheiden und jüngeren Mitgliedern Platz zu machen. Die Wahlen waren durch den alten Vorstand bestens vorbereitet, so dass für alle zu besetzenden Positionen Kandidaten benannt werden konnten.
Nach den Berichten der Vorsitzenden Traute Flacke und des Kassierers Thomas Bertholdt sowie der Entlastung des Vorstandes wurde zunächst der erste Vorsitzende gewählt. Ulrich Stabenau wurde ohne Gegenkandidatur bei einer Enthaltung das Vertrauen ausgesprochen. Bei den weiteren Neubesetzungen gab es ähnliche Ergebnisse. Stellvertreter des Vorsitzenden sind nun Dr. Winfried Gehrke und Piet van Zeijl. Schriftführerin ist Traute Flacke und der bisherige Kassierer Thomas Bertholdt wurde wiedergewählt. Die sechs Beisitzer sind: Detlev Bohlmann, Gerhard Brunkhorst, Thomas Fischer, Christian Glattfelder (neu), Dr. Hans-Peter Klindworth sowie Guido Löbbering (neu). Neben Helmut Scherr wurden als neue Revisoren Iris Stabenau und Klaus Huhn gewählt, Hans Roesch bekleidet das Amt des Seniorenbeauftragten und Christian Glattfelder das Amt des Bildungsbeauftragten.
Im Anschluss an die Wahlen wurde den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Sandra Lohrberg, Iris Stabenau und Heinz-Hermann Evers für die geleistete Arbeit mit kleinen Aufmerksamkeiten gedankt. Insbesondere Heinz-Hermann Evers galt der Dank für seine unermüdliche Arbeit. Von 1973 bis 1990 war er stellvertretender Vorsitzender und von 1990 bis 1994 Vorsitzender. Seit 1994 bis zur diesjährigen Jahreshauptversammlung gehörte er dem Vorstand als Beisitzer an.
Abschließend wurden noch Delegierte und Eratzdelegierte für den Unterbezirksparteitag gewählt. Delegierte sind Traute Flacke, Diedrich Höyns, Piet van Zeijl und Christian Glattfelder. Ersatzdelegierte wurden Dr. Winfried Gehrke, Hans Roesch, Guido Löbbering sowie Heinrich Blume. Schließlich wurden noch Wahlvorschläge für andere Gliederungen der SPD gemacht. Für den stellvertretenden Vorsitz im Unterbezirk Rotenburg wurde Iris Stabenau, als Beisitzer Piet van Zeijl und für die Schiedskommission des Unterbezirks Diedrich Höyns vorgeschlagen. Als Beisitzer für den Bezirksvorstand schlugen die Mitglieder Bernd Wölbern vor. Als Delegierte zum Bezirkparteitag wurden aus dem hiesigen Ortsverein Guido Löbbering, Bernd Wölbern und Piet van Zeijl, als Delegierter zum Landesparteitag Heinz-Hermann Evers und last but not least als Delegierte für den Bundesparteitag Traute Flacke vorgeschlagen.
Pisastudie stellt Landesregierung katastrophales Zeugnis aus
Die Ergebnisse der neuen Pisastudie geben nach Ansicht der SPD-Fraktion Anlass zu größter Sorge um den Bildungsstandort Niedersachsen. „Es sind leider keine großen Interpretationskünste nötig um festzustellen, dass Niedersachsen zu den großen Verlierern zählt und sich in allen untersuchten Bereichen auf den Abstiegsrängen befindet“, sagte die schulpolitische Sprecherin Frauke Heiligenstadt. „Das Rezept der schwarz-gelben Landesregierung gegen das kränkelnde Bildungssystem sieht seit Jahren nur Placebos in Form von Durchhalteparolen vor, denen Eltern, Schüler und Lehrer immer weniger glauben. Ernsthafte Bemühungen, Niedersachsen aus der Bildungsmisere zu befreien, scheitern an der Selbstgefälligkeit der Landesregierung, die sich längst von den realen Sorgen und Nöten der Betroffenen entfernt hat und geradezu allergisch auf sämtliche Ratschläge zur Verbesserung der Situation reagiert.“
Heiligenstadt sieht sich durch das schlechte Abschneiden Niedersachsens darin bestätigt, dass das gegliederte Schulsystem gescheitert ist. „Die soziale Herkunft von Kindern darf nicht länger über deren Bildungschancen entscheiden, daher benötigen wir eine längere gemeinsame Beschulung“, so Heiligenstadt. „Die Regierung Wulff hat den Anteil der Bildungsausgaben am Gesamthaushalt in den vergangenen Jahren gesenkt und zeigt damit, wie wenig ihr Bildung tatsächlich wert ist. Maßnahmen zur Förderung schwächerer Schüler bleiben nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.“
19.011.2008
UN-Kritik ernst nehmen
Sture Abwehrhaltung nicht dienlich
„Der Kultusminister sollte endlich seine sture Abwehrhaltung gegenüber den Vorschlägen des UN-Menschenrechtsinspektors Muñoz aufgeben.“ Das fordert der Wohnster SPD-Kreistagsabgeordnete Bernd Wölbern. "Es doch niemandem dienlich, wenn Minister Busemann aus purer Ideologie nicht bereit ist, sich mit den Anregungen des UN-Inspektors auch nur auseinanderzusetzen. Es geht doch um die bestmögliche Förderung aller Kinder in Niedersachsen, und nicht um persönliche Vorlieben."
Die Ausführungen von Muñoz untermauern die Kritik der SPD am dreigliedrigen Schulsystem. "Natürlich ist es selektiv, wenn Kinder nach der vierten Klasse auf drei verschiedene Schulformen aufgeteilt werden", so Wölbern. "Wer will das denn ernsthaft abstreiten. Und die Durchlässigkeit, mit der man sich so gerne immer rühmt, ist quasi eine Einbahnstraße von oben nach unten. Auch das zeigen die Zahlen.“ Das Ministerium räume selbst ein, dass der Bildungserfolg sehr von der sozialen Herkunft abhängt. Nun müssten Lösungsansätze aus dem Kultusministerium kommen. „Leider aber Fehlanzeige!"
Die SPD stellt dem selektiven dreigliedrigen Schulsystem das Konzept der Gemeinsamen Schule entgegen, denn: „Wir können uns diese dreigliedrige Schule schlicht nicht mehr leisten!“ unterstreicht Wölbern.
Kindergartenangebot
In einem Pressegespräch der CDU-Gemeinderatsfraktion und der FDP Sittensen wurde unterstellt, dass man sich nicht sachlich mit dem Thema Kindergarten befasst und dieses Thema vernachlässigt hat.
Die Fraktionskollegen aus dem Gemeinderat Sittensen wissen genauestens, dass der Bereich Kindergarten im Zuständigkeitsbereich der Samtgemeinde Sittensen liegt. Also kritisieren sie selbst die CDU-Mehrheitsfraktion im Samtgemeinderat.
Diese Kritik kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Für das nächste Kindergartenjahr stehen durch die Einrichtung von je 1 zusätzlichen Kindergartengruppe in beiden Kindergärten insgesamt ca. 50 zusätzliche Plätze zur Verfügung. Dieses zusätzliche Angebot kann die bisherigen Engpässe im Vormittagsbereich erheblich reduzieren. Auch soll, soweit eine ausreichende Nachfrage vorliegt, eine Ganztagsbetreuung angeboten werden.
Wir sind uns bewusst, dass diese zusätzlichen Gruppen nur eine vorübergehende Lösung sein dürfen.
Bereits im Januar hat eine Kontaktaufnahme mit einem möglichen Kindergartenbetreiber stattgefunden. Dieses Gespräch hat unter Beteiligung der Verwaltung, Johannes Klindworth, Ilse Ropers, Bernd Wölbern und meiner Person, stattgefunden. Alle Beteiligten waren sich einig, dass dieser Kontakt fortgesetzt werden sollte.
Der Samtgemeinderat hat sich am 11. März mit der Thematik befasst. Einstimmig wurde die Verwaltung beauftragt, zur kurzfristigen Reduzierung eines dritten Kindergartens auf der kommunalen Fläche im Heiddornweg entsprechende Konzepte und Finanzierungsmodelle vorzubereiten. In der Sitzung wurde verdeutlicht, dass bis spätestens zum Sommer 2006 ein neuer Kindergarten in Betrieb gehen soll.
Klaus Huhn
SPD-Fraktionsvorsitzender
Gemeinde Sittensen
zugleich Samtgemeinderatsmitglied
Kalender 2005
Diesmal unter dem Thema: "Türen"
Auch im kommenden Jahr 2005 wird der SPD-Ortsverein der Börde Sittensen, wie schon in den letzten 2 Jahren einen Jahreskalender auflegen. Für den jetzt aktuellen Kalender hatte die SPD einen Fotowettbewerb durchgeführt, wobei die
Motivwahl frei geblieben war.
Für den Kalender 2005 wird nun ein Thema vorgegeben. Das Motto lautet "Türen und Tore in der Börde". Wer also an dem Fotowettbewerb, der wieder im Herbst ausgeschrieben wird, teilnehmen möchte, sollte sein Archiv schon einmal nach Türen aus der Börde Sittensen durchforsten oder sich mit seiner Kamera auf die Suche nach tollen Objekten machen.
"Wir sind gespannt, was sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einfallen lassen, denn auch witzige oder kuriose Ideen sind natürlich willkommen", so der frischgewählte neue Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Ulrich Stabenau.
Ganztagsschulen
Stünker: CDU/FDP-Landesregierung spielt mit gezinkten Karten
Als "schier unverantwortlich" hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Joachim Stünker das Vorgehen der niedersächsischen Landesregierung beim Ausbau von Ganztagsschulen bezeichnet. Im Rahmen des Investitionsprogramms der Bundesregierung "Zukunft Bildung und Betreuung 2003-2007", das finanzielle Mittel zur Ausweitung des Ganztagsangebotes bereitstellt, stehen dem Land Niedersachsen rund 400 Millionen Euro zur Verfügung.
Allein im Jahre 2003, so Stünker, hätten dem Land Förderungsmittel in Höhe von 29 Millionen Euro zugestanden. "Bis Dezember 2003 hat die Landesregierung lediglich 3 Millionen Euro abgerufen, während in anderen Bundesländern bereits Gelder in zum Teil zweistelliger Millionenhöhe geflossen sind." Stünker wies darauf hin, dass gerade das überwiegend ländlich strukturierte Niedersachsen von der Einführung eines flächendeckenden Netzes an Ganztagsschulen profitieren würde. "Offensichtlich scheint man sich in Hannover aber daran zu stören, dass die Zuweisung von Personal und Lehrerstunden nicht auch noch vom Bund übernommen wird, obwohl dieses laut Verfassung eindeutig Ländersache ist. Herr Busemann sollte begreifen, dass eine Verbesserung des Bildungsangebotes nicht zum Nulltarif zu haben ist."
Stünker räumte ein, dass im laufenden Jahr auf Druck der Kommunen 50 weitere Ganztagsschulen genehmigt würden. "Man muss allerdings bedenken, dass diesen für ihre personelle Ausstattung keine zusätzlichen Landesmittel zur Verfügung gestellt werden. Sie müssen ihre finanziellen Ressourcen aus dem für die bereits genehmigten Ganztagsschulen vorgesehenen Budget bestreiten." Für alle weiteren noch zu genehmigenden Schulen bestünde überhaupt keine Mittelzuweisung von Seiten der Landesregierung. "CDU und FDP haben das angeblich reformbedürftige niedersächsische Schulwesen zum Hauptthema ihres Landtagswahlkampfes gemacht. Nun verhindern sie, dass entsprechende Defizite mittelfristig beseitigt werden und riskieren damit, dass Niedersachsen auf die Dauer zum bildungspolitischen Schlusslicht in Deutschland verkommt. Diese Politik der Landesregierung ist alles andere als fortschrittlich und zukunftsweisend."
Rat Kalbe
Neues Ratsmitglied 
In der SPD-Ratsfraktion der Gemeinde Kalbe hat es eine Veränderung gegeben. Helga Brozat gab ihr Mandat aus persönlichen Gründen zurück. Der SPD-Ortsverein der Börde Sittensen bedankt sich bei ihr für ihr großes Engagement.
Als Nachfolger rückt Thomas Kappel in den Rat der Gemeinde Kalbe ein.
Keine A 2o bis Sittensen!
Marathonsitzung des Verkehrsausschusses zur Abstimmung des Bundesverkehrswegeplans
Margrit Wetzel und Joachim Stünker informierten unsere Redaktion direkt aus der noch andauernden Sitzung des Verkehrsausschusses über die Abstimmungen zum Bundesverkehrswegeplan:
"Besonders erfreulich ist die klare Entscheidung für die A 22, die im Anschluss an die feste Elbquerung bei Drochtersen, die im vordringlichen Bedarf (VB) ist, für den ganzen weiteren Verlauf mit Planungsrecht versehen bleibt. Das Teilstück "OU Bremervörde" ist ebenfalls im VB und soll möglichst schnell realisiert werden" sagen die SPD-Bundestagsabgeordneten.
Das Teilstück der A 20 von der A 26 zur A 1 bei Sittensen wird aus dem Bundesverkehrswegeplan (BVWP) ganz herausgenommen und nicht mehr weiter verfolgt. Damit haben Margrit Wetzel und Joachim Stünker ein seit Jahren angestrebtes Ziel endlich erreicht.
"Insgesamt haben wir wenige Änderungen für Niedersachsen vorgenommen." Der Entwurf des BVWP war in enger Absprache zwischen Bund, Land und Abgeordneten aufgestellt worden.
" Für jede gewünschte Veränderung musste aufgrund der begrenzten Mittel eine Kompensation gefunden werden. Wir können kein Märchenbuch aufstellen wie es die CDU möchte, die jetzt noch 32 Aufstufungsanträge ohne Gegenfinanzierung gestellt hat. Die OU Scheeßel ist bei den Abstimmungen unserer Landesgruppe als Kompensation für Groß Mackenstedt und Kirchweyhe vom VB in den weiteren Bedarf (WB) gefallen: Beide Orte haben erheblich mehr Verkehr, deutlich höhere LKW-Anteile, höhere Nutzen-Kosten-Verhältnisse (Groß Mackenstedt NKV 16, Scheeßel NKV 2,7). Kirchweyhe ist Bestandteil des Netzkonzepts der fertigen OU Uelzen - das hatte Vorrang für die Landesgruppe", erklärt Margrit Wetzel die für Scheeßel bittere Entscheidung.
"Auch die sehr spontane Idee von Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Rohwer, die OU Zeven im weiteren Bedarf mit Planungsrecht zu versehen, haben wir nicht realisiert. Ich halte das für einen Schnellschuss, " so die Verkehrspolitikerin Margrit Wetzel, "in unseren Prioritätenlisten war Zeven nicht enthalten, auch nicht auf der Wunschliste des Landes. Auch der Kollege Grindel hat Zeven nie vorher erwähnt, es gibt auch keine entsprechenden Anträge dafür. Mit der Stadtkernentlastungsstraße und der mit GVFG-Mitteln geplanten Westumfahrung ist Zeven gut bedient. Weder die Gesamtbelastung noch das Nutzen-Kosten-Verhältnis würden rechtfertigen, Zeven jetzt zu beplanen, nur weil man eine vermeintliche Netzwirkung zur A 22 erkennen möchte. Kaum jemand, der später die A 22 befährt, wird über Bremervörde - Zeven weiter Richtung A 1 und A 7 nach Hannover fahren wollen. Es gibt ausreichend viele Abfahrtmöglichkeiten über die B 3, die L 123, die B 74 und die A 7 über Hamburg."
Der Bundesverkehrswegeplan ist eine förmliche Anlage des Fernstraßenausbaugesetzes, das alle 5 Jahre überprüft und fortgeschrieben werden soll. Die OU Zeven und Scheeßel bleiben im WB, so dass bei tatsächlichem Bedarf durch mehr Verkehr dann eine Aufstufung vorgenommen werden könnte. Joachim Stünker abschließend: "Auch die OU Scheeßel ist damit nicht von der Tagesordnung und im Wahlkreis konnten von vier Projekten drei unmittelbar durchgesetzt werden."
Europawahl
Wahlkampf und Kabarett
Zu einem Kabarettabend lädt die Europawahl-Kandidatin der SPD, Franka Strehse,ein. Nach einem kurzen Referat der Kandidaten gibt es Kabarett vom Feinsten mit dem Duo "Funke und Rüther"
Wahlkampf mal ganz anders
Europawahl und Kabarett
Einladung
Donnerstag, 3. Juni 2004 - 19.00 Uhr
Sottrum Gasthaus Röhrs 19.00 - 19.30 Uhr
Franka Strehse: "Zukunft Europa"
19.30 - 21.00 Uhr
Kabarett
Kabarettduo Funke & Rüther
Programm: " Krötenwanderung "Eintritt: 5,00 Euro
Öffentliche Ortsvereinssitzung
Einladung zu einer öffentlichen Ortsvereinsversammlung der SPD am
Mittwoch , dem 30.06.2004
um 19:30 Uhr
Gaststätte "Zur alten Schmiede" in Sittensen
Referent: Holger Wright
Mitarbeiter der Techniker Krankenkasse
Nachdem die Gesundheitsreform nun ein halbes Jahr in Kraft ist und viele Detailfragen inzwischen geregelt wurden, wird der Referent sowohl über die aktuell geltenden Regelungen informieren, als auch ein Fazit aus der Sicht der Versicherungen ziehen.
Klausurtagung der SPD-Samtgemeindefraktion
Evers: "Neue Friedhofskapelle - ein Segen für die Trauernden"
Sittensen hat eine neue Friedhofskapelle. Dies wurde anlässlich einer Klausurtagung der SPD-Samtgemeindefraktion einmütig von allen Fraktionsmitgliedern als sehr positiv herausgestellt.
Wie der Fraktionsvorsitzende der Sittenser Gemeinderatsfraktion Klaus Huhn betonte, wurde in der Vergangenheit mehrfach auf die Notwendigkeit einer Friedhofskapelle mit ausreichend Sitzmöglichkeiten hingewiesen. In Sittensen fehlte es an einem würdigen Rahmen für Trauerfeiern und zwar nicht nur für Nichtkirchenmitglieder die immerhin rund 30 Prozent der Einwohner der Börde ausmachen also keine kleine Minderheit darstellen.
Auch für die Kirchenmitglieder ist die neue Kapelle ein echter Segen und ein Schritt in die Zukunft. "Ein würdevoller Abschied der Trauernden vom Verstorbenen ist jetzt möglich. Das ist sehr hilfreich für die Angehörigen." So Sittensens Bürgermeister Heinz Hermann Evers. Bisher musste die Trauerfeier in der St. Dionysius-Kirche ohne die Verstorbenen stattfinden.
Fraktionsvorsitzender Bernd Wölbern machte deutlich, dass Friedhofsangelegenheiten eine grundsätzliche Aufgabe der Samtgemeinde sind. "In langjähriger Tradition koordiniert und verwaltet aber die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde den Friedhof. Für die Übernahme dieser Aufgabe zahlt die Samtgemeinde einen vereinbarten jährlichen Betrag an die Kirche." Daneben werde für die Friedhofs- und die Kapellenbeanspruchung von den Nutzern gezahlt.
Die neue Friedhofskapelle bietet für bis zu 300 Trauergäste Platz. Die SPD-Fraktion begrüßt diese Größe ausdrücklich. Zur finanziellen Unterstützung des Projektes wird der nächste Herbst- und Frühjahrsmarkt gemeinsam von Kirche und Ratsmitgliedern durchgeführt. "Dies dokumentiert die gute Zusammenarbeit von Kirche und Samtgemeinde." so Huhn abschließend.
Gymnasium in Sittensen
Klaus Huhn schreibt an Kultusminister
Am letzten Tag vor den Sommerferien stellte sich heraus, dass die Außenstelle des St.-Viti-Gymnasiums in Sittensen nur mit einer 5. Klasse beginnt, statt wie angekündigt mit den Klassen 5 bis 7. Ursache hierfür ist eine unzureichende Versorgung des Gymnasiums mit Lateinlehrern. Dies hat der Schulausschussvorsitzende des Samtgemeinderates Klaus Huhn zum Anlass genommen, um an den Kultusminister zu schreiben. Über die Reaktionen hierauf berichtet Huhn in einer Pressemitteilung
Schlechter Start für Außenstelle des Gymnasiums in Sittensen
Pressemitteilung von Klaus Huhn
Am 06.07.2004 hat Herr Dempwolf (0511/1207154) vom Kultusministerium aufgrund meines Schreibens an Herrn Minister Busemann angerufen. Derzeit gibt es keine Latein-Lehrer. Aus diesem Grund kann die Außenstelle des St.-Viti-Gymnasiums in Sittensen nur mit Klasse 5 starten, weil hier genügend Schüler angemeldet sind.
Die angemeldeten Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klasse müssen direkt zum St.-Viti-Gymnasium, da hier in etwa die Hälfte der Schüler Französisch und Latein gewählt haben. Zum nächsten Einstellungstermin soll ein zusätzlicher Lateinlehrer einge-stellt werden, sodass die neue 5. Klasse auch zukünftig in Sittensen verbleiben kann.
Dieses Vorgehen hat das Kultusministerium mit Herrn Wagener vom St.-Viti-Gymnasium so abgestimmt.
Herrn Dempwolf habe ich erklärt, dass dieses äußerst unbefriedigend ist und dieses den festgelegten Schulbezirken widerspricht. Auch ist bereits das entsprechende Mobiliar bestellt. Viele Eltern haben auf den Unterrichtsort Sittensen vertraut. Dieses Vertrauen wird aufs gröbste missachtet.
Persönliche Anmerkung:
Wie hatte sich Kultusminister Bernd Busemann bei einer öffentlichen Veranstaltung in Sittensen geäußert:
"Die Außenstelle ist vernünftig zu managen und nicht wie ein uneheliches Kind zu behandeln." Die vom Kultusministerium getroffene Entscheidung ist für die betroffenen Schüler und Eltern äußerst unbefriedigend, da auf die markigen Worte des Kultusministers vertraut wurde. Derartige Aussagen sind leider oftmals nur Schall und Rauch.
Für die Schülerbeförderung muss dieses logischer Weise bedeuten, dass durch diese Entwicklung auch den Eichenschülern der 6. und 7. Klassen ebenfalls die Schülerbeförderungskosten zu erstatten sind. Die Entscheidung des Kultusministeriums geht jetzt erheblich zu Lasten der Schülerbeförderungskosten des Land-kreis Rotenburg. Für die neue 5. Klasse der gymnasialen Zweigstelle gibt es einen Anfang mit 31 Schülern. Dieses ist positiv zu bewerten. Vertrauend auf die jetzige Zusage des Kultusministerium soll für diese Schüler sichergestellt sein, dass eine fortgesetzte Beschulung in Sittensen erfolgen wird.
Klaus Huhn
Vorsitzender des
Schul- und Kulturausschusses
der Samtgemeinde Sittensen
Ja! zum gymnasialen Angebot
Aktivitäten der Sittenser CDU-Gemeinderatsfraktion sind "verwirrend und zynisch"
Pressemitteilung der SPD-Samtgemeindefraktion
Zu den "Aktivitäten" der CDU-Gemeinderatsfraktion in Sittensen hinsichtlich der gymnasialen Beschulung am Schulzentrum stellt die SPD-Samtgemeinderatsfraktion fest:
Wir begrüßen es ausdrücklich, das CDU-Samtgemeindefraktionsvorsitzende Dirk Detjen sich im Namen der CDU-Samtgemeindefraktion klar für die gymnasiale Außenstelle in Sittensen ausspricht und sich von dem Antrag der Gemeinderatskollegen distanziert.
Wir begrüßen die klare Aussage von Samtgemeindebürgermeister Johannes Klindworth, nach der die Außenstelle "wie ein zartes Pflänzchen gepflegt" werden soll.
Wir haben immer eine andere Schulform favorisiert und gefordert. Die war jedoch nicht mehrheitsfähig, obwohl es genügend -auch pädagogische- Gründe dafür gab. Gerade die größten Kritiker des jetzt erzielten Ergebnisses haben die optimale Lösung am leidenschaftlichsten verhindert. Mit Verweis auf die anstehende Landtagswahl wurde seinerzeit die möglicherweise einzige vernünftige Entscheidung verschoben, bis Fakten geschaffen waren.
Dies sowohl vor Ort als auch im Kreistag. Das sind die Spielregeln der Demokratie. Damit haben wir uns als gewählte Kommunalpolitiker abzufinden.
Vor dem Hintergrund dieses, bereits in der Vergangenheit deutlich gewordenen, destruktiven Verhaltens erscheinen die jetzt an den Tag gelegten Aktivitäten verwirrend, vorgeschoben und den betroffenen Eltern und Kindern gegenüber geradezu als zynisch!
Die Aktionen der Sittenser CDU-Gemeinderatsfraktion, könnten den Eindruck erwecken, dass eine gymnasiale Beschulung in Sittensen im Grundsatz abgelehnt wird. Das kontraproduktive Verhalten einzelner CDU-Fraktionsmitglieder gefährdet den Gymnasial-Schulstandort Sittensen in höchstem Maße. Wir verurteilen dieses Verhalten deshalb auf das Schärfste.
Die SPD-Samtgemeindefraktion sieht die 5. Klasse als einen ANFANG für die gymnasiale Beschulung in Sittensen, der mutige Schritte und Entscheidungen besonders seitens der Eltern braucht. Wer jetzt das Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit bewusst verstärkt, handelt grob fahrlässig.
Die SPD-Samtgemeindefraktion steht ohne Wenn und Aber hinter der gymnasialen Beschulung in Sittensen. Wir erwarten, dass die Zusagen des Landes hinsichtlich der zukünftigen Lehrerversorgung Bestand haben, und sich das gymnasiale Angebot am Sittenser Schulzentrum kontinuierlich entwickelt.
Wir wollen die wohnortnahe, umfassende Beschulung der Kinder in der Samtgemeinde Sittensen, und werden weiterhin unsere Möglichkeiten nutzen, damit das gymnasiale Angebot in Sittensen auch in der Zukunft gesichert
Helberg: "Kultusministerium drückt sich vor konkreten Aussagen!"
Situation in Sittensen muss deutlich verbessert werden
Nachdem der SPD-Landtagsabgeordnete Friedhelm Helberg im Juni eine Kleine Anfrage zur Lehrerversorgung in der Außenstelle des St. Viti Gymnasiums in Sittensen an die Landesregierung gerichtet hatte, erhielt er jetzt Antwort aus dem Niedersächsischen Kultusministerium.
"Wobei es mir außerordentlich schwer fällt, in dem Schreiben wirklich Antworten zu finden. Das Kultusministerium drückt sich beharrlich vor konkreten Aussagen." so der Abgeordnete.
Helberg will wissen, mit wie viel Lehrern das St. Viti Gymnasium zu Beginn des Schuljahres 04/05 versorgt sein wird, und ob es zutrifft, dass der Schule nur 3 weitere Lehrer zugewiesen würden, was eine Unterrichtsversorgung von 94 bis 95 % entspräche.
Weiter fragt der Sozialdemokrat, warum nicht bereits hinreichend Lehrer zur Verfügung gestellt würden, um eine 100%-ige Unterrichtsversorgung sicher zu stellen?
Schließlich bittet Helberg um Auskunft darüber, ob dem St. Viti die zur Sicherstellung des Lateinunterrichtes auch an der Außenstelle in Sittensen notwendigen Fachlehrer inzwischen zugewiesen wurden. Und wenn nicht - Warum nicht?
In seinem Antwortschreiben verweist das Kultusministerium lapidar auf "noch nicht abgeschlossene Personalmaßnahmen". Helberg dazu: "Das ist in Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit schon an sich unbefriedigend und zeigt das Chaos bei der Umsetzung der Schulstrukturreform nur allzu deutlich auf."
Zur Unterrichtsversorgung führt das Ministerium den neukonzipierten Erlass "Klassenbildung und Lehrerstundenzuweisung an den allgemein bildenden Schulen" vom 09.02.2004 an. Es werde eine "bedarfsgerechte Unterrichtsversorgung erreicht werden können". Laut Bericht der (noch) zuständigen Bezirksregierung Lüneburg sei die Unterrichtsversorgung des St. Viti Gymnasiums zum 19.08.2004 "voraussichtlich" gesichert.
"Zu deutsch: Die Klassenstärken werden vergrößert und die Unterrichtsversorgung damit schön gerechnet! Das ist Busemann'sche Mathematik." empört sich Helberg.
Zur Frage des Lateinunterrichts setzt das Kultusministerium schließlich auf Vertrösten und Aussitzen: Der Grundsatzerlass "Die Arbeit in den Jahrgängen 5-10 des Gymnasiums" verlange für Latein als zweite Fremdsprache die durchgängige Zwei- oder Mehrzügigkeit in der Außenstelle in Sittensen. Es gelte zunächst die Entwicklung abzuwarten.
Für Helberg ist diese Argumentation nicht nachvollziehbar. "Nicht aus der Mehrzügigkeit muss sich ein gutes Angebot ergeben, sondern umgekehrt führt ein komplettiertes Lern-Angebot in Sittensen dazu, dass auch entsprechend mehr Eltern ihre Kinder wohnortnah zum Besuch der Außenstelle am Sittenser Schulzentrum anmelden! Dazu ist es aber unabdingbar Voraussetzung, dass das Land die dafür benötigten Lehrer auch zur Verfügung stellt."
Für Ihn lasse das Land den Willen, die Außenstelle in Sittensen zu unterstützen, völlig vermissen. "Es darf nicht sein, dass schulpolitisches Unvermögen auf dem Rücken der betroffenen Kinder und Eltern ausgeglichen wird.
23.07.2004
Kreis hat kein Geld zu verschenken
SPD-Kreistagsfraktion begrüßt Anschub-Finanzierung der Küstenautobahn
Thema der jüngsten Arbeitstagung der SPD-Kreistagsfraktion war unter anderem auch die Küstenautobahn A22. "Wir haben lange für diese A22 gekämpft, nicht zuletzt um die unsinnigen A20-Planungen mit Anbindung in Sittensen vom Tisch zu bekommen", so die Stellvertretende Vorsitzende Doris Brandt aus Hesedorf.
Und weiter: "Außerdem war sich unsere Fraktion absolut darüber im Klaren, dass nur so die Bremervörder Nordumgehung eine realistische Chance bekommen würde."
Fraktionskollege und Mitglied im Kreisausschuss Ludwig Althaus sekundiert: "Deshalb haben wir auch zugestimmt, als es darum ging, der Planung der A22 auch mit Kreismitteln einen echten Anschub zu verpassen. Die Küstenautobahn ist ein vitales Interesse der Landkreises, darum gab es keinen Grund, in dieser Sache zu zögern und dem Land die Unterstützung zu verweigern."
Klar sei aber auch, dass die vorfinanzierten Mittel zu 100% vom Land zurückgezahlt werden müssten. Dazu MdL Friedhelm Helberg: "Die Planung der A22 ist originäre Aufgabe des Landes. Es ist richtig, dass der Landkreis im Rahmen seiner Möglichkeiten einen Teil der Kosten vorübergehend übernimmt. Insbesondere wenn die Alternative wäre, dass sonst wertvolle Zeit bei der Realisierung der Küstenautobahn verschwendet würde." Das Geld sei aber keineswegs "geschenkt", sondern nur "geliehen".
Auch der Landkreis Rotenburg sei, insbesondere wegen wiederholter Kürzungen der Finanzausgleichsmittel durch die jetzige Landesregierung auf jeden Euro angewiesen. Deshalb erwarten die Sozialdemokraten, dass der Landrat auch dafür sorgt, dass das Geld zurück in die Kassen des Kreiskämmerers gelangt.
06.08.2004
Helberg: "Ehlen im Tiefschlaf"
Land lässt Bauern bei Agrarreform im Regen stehen
"Das Landwirtschaftsministerium befindet sich im kollektiven Tiefschlaf. Anders ist es nicht zu erklären, dass das Ressort fast eine Woche braucht, um auf die Kritik an den Kürzungen im Agrarbereich zu antworten", sagte heute der SPD-Landtagsabgeordnete Friedhelm Helberg. Auch der Minister selbst scheine nicht besonders ausgeschlafen zu sein. So offenbare Ehlen in einer seiner jüngsten Pressemitteilung unverfroren die verfehlten Ziele seiner Politik: Es werde gekürzt, so Ehlen, "um damit die Chance zum geordneten Rückzug zu geben". "Das ist es ja gerade, was ich kritisiert habe", so der Nartumer. "Mit seinen konzeptionslosen Kürzungen zieht sich Ehlen aus der politischen Gestaltung im Landwirtschaftsbereich zurück. Ob dieser Rückzug nun ‚geordnet', oder nicht doch eher chaotisch abläuft, ist dabei völlig egal."
Helberg zeigte sich außerdem verblüfft darüber, dass Ehlen der Beratung der Landwirte im Zuge der EU-Agrarreform "hohe Priorität" einräumen wolle. "Dafür hätte er ja meine volle Unterstützung. In Wirklichkeit aber streicht er gerade in diesem Bereich 750.000 Euro und will die Förderung bis 2006 ganz einstellen".
"In dieser schwierigen Zeit der Umstellung, verbunden mit vielen zusätzlichen Auflagen, sind die Landwirte ganz besonders auf Beratung angewiesen," so Helberg.
Selbst die EU fördere ab 2005 zu 50 Prozent die Einführung von Managementsystemen mit bis zu 1.500 Euro pro Betrieb. Die Gegenfinanzierung müssen Bund (60 Prozent) und Land (40 Prozent) sicherstellen. Die Bundesregierung habe die Finanzierung bereits zugesagt "und Hannover kürzt", so Helberg.
Für die Einführung der Managementsysteme benötige man nach vorsichtigen Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft der Beratungsringe ca. 2 Millionen Euro im Jahr 2005. Damit würde man durch entsprechende Gegenfinanzierungen 10 Millionen Euro für die Landwirtschaft sichern. Nach dem bisher vorliegenden Zahlenwerk der Landesregierung verbleiben im Haushalt 2005 aber lediglich 750.000 Euro für allgemeine Beratungsleistungen und damit kein einziger Cent für die Einführung der Managementsysteme.
"Die Agrarreform wird für die Landwirte massive Umstellungen mit sich bringen. Gerade kleinere Betriebe sind dabei auf kompetente Unterstützung angewiesen. Die CDU-geführte Landesregierung kürzt aber gerade in diesem Bereich, und die Betroffenen stehen im Regen.
Denn wer mit den komplizierten Regularien nicht zurechtkommt, verliert Fördergelder oder riskiert sogar Strafzahlungen", so Helberg. "Mit seinen Kürzungen gefährdet der konservative Landwirtschaftsminister somit den Strukturwandel in der niedersächsischen Landwirtschaft und damit eine große Zahl seiner ehemaligen Berufs-Kollegen."
08.08.2004
Joachim Stünker (SPD) lässt Regulierungsbehörde jeden Einzelfall prüfen
"Alle Fraktionen des Deutschen Bundestages haben am 18. Juni 2004 die Selbstverpflichtung der Deutschen Post AG zur Erbringung bestimmter Postdienstleistungen angenommen und ausdrücklich begrüßt. Auch die CDU/CSU und die FDP. Eine überfraktionelle und einstimmige Entscheidung also. Keine "einseitige SPD-Politik, die jetzt angeblich scheitert". Als Reaktion auf anhaltende kritische Diskussionen hatte sich die Post bereit erklärt, über die bisherigen Verpflichtungen hinaus, flächendeckend mehr Postdienstleistungen anzubieten. Verbraucherpolitisch ist diese Selbstverpflichtung eine substantielle Verbesserung der vorherigen Praxis. Der Bundestag behält sich dabei vor, gesetzgeberische Maßnahmen zu ergreifen, die auch wirksame Sanktionsmöglichkeiten vorsehen, falls sie nicht eingehalten wird. Daher werde ich die jetzt angekündigten Schließungen bzw. Umwandlungen der Filialen in Oerel, Scheeßel, Visselhövede, Heeslingen und Fintel zur Einzelfallüberprüfung bei der zuständigen Regulierungsbehörde einreichen. Die Einhaltung aller Kriterien der Selbstverpflichtung ist dabei streng zu kontrollieren.
Das Doppelspiel der Opposition hier vor Ort ist aber noch einige Bemerkungen wert: Wenn die CDU wirklich etwas für die Postfilialen und Postagenturen in unserem Landkreis erreichen will, muss sie auf die eigene Bundespartei einwirken, deren bürgerunfreundliche Politik zu beenden. Denn: CDU und FDP wollen den Briefmarkt vollständig liberalisieren. Damit entfiele die bisherige Finanzierung eines breiten Filialnetzes und die Deutsche Post wäre nicht mehr wie heute an eine Mindestzahl von Filialen und Agenturen gebunden. Gut 13 000 Standorte betreibt die Post derzeit in Deutschland, davon rund 6000 eigene Filialen und 7000 Postagenturen. Per Gesetz verpflichtet ist der Konzern aber nur zu 12 000 Filialen, wovon 5000 eigenbetriebene Filialen sein müssen. Große Sprüche vor Ort zur Erhaltung von Postfilialen und Postagenturen nützen nichts, wenn auf Bundesebene von CDU und FDP in Wirklichkeit eine ganz andere Politik betrieben wird. Und noch ein Satz zur Klarstellung: Die Umwandlung der Deutschen Post von einer Staatsbehörde in ein privatwirtschaftliches Unternehmen war und ist eines der Hauptziele konservativer und liberaler Politik. So wurden denn auch die jetzt beklagten Strukturen in den 90iger Jahren von der Regierung Kohl geschaffen."
08.08.2004
Wölbern: "Bulmahn investiert, Busemann lamentiert"
Bundesmittel bringen Qualitätsschub für Ganztagsschulen in Niedersachsen
"Mit dem Programm ‚Zukunft Bildung und Betreuung' ermöglicht die Bundesregierung einen Qualitätsschub für die Ganztagsschulen in Niedersachsen", so der Stellvertretende Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Bernd Wölbern nach einem längeren Gespräch mit dem schulpolitischen Sprecher der Landtagsfraktion Wolfgang Jüttner am Rande einer Veranstaltung in Zeven. "Dass viele niedersächsische Ganztagsschulen in Zukunft über vernünftige Unterrichtsräume und über Essensausgaben verfügen, ist allein der Bundesregierung zu verdanken."
Die Bundesregierung stellt für Baumaßnahmen an niedersächsischen Ganztagsschulen insgesamt knapp 400 Millionen Euro zur Verfügung, davon werden 100 Millionen Euro jetzt bewilligt. Die Mittel fließen an die Kommunen, die als Schulträger für Baumaßnahmen verantwortlich sind. Die Landesregierung hingegen hat in der vergangenen Woche beschlossen, bei den Kommunen im kommenden Jahr 150 Millionen Euro zu streichen.
Wölbern bezeichnete es als peinlich, dass Kultusminister Busemann gebetsmühlenartig bemängele, Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn investiere "nur in Beton". "Bulmahn investiert, Busemann lamentiert. Das Land stellt weder Mittel für pädagogisch notwendige Baumaßnahmen zur Verfügung noch gibt es einen müden Cent für zusätzliche Lehrerstunden - und bei den Schulträgern wird massiv gekürzt", so Wölbern.
Es sei schlicht dreist wenn Minister Busemann sich auf der einen Seite mit der wachsenden Zahl von Ganztagsschule schmücke, auf der anderen Seite aber Bulmahn kritisiere. "Herr Busemann gibt für die neuen Ganztagsschulen nur die Türschilder. Die Gebäude finanziert der Bund, die Nachmittagsangebote werden von Lehren, Eltern und Ehrenamtlichen aus den Vereinen getragen - ohne jede Unterstützung durch den Kultusminister."
Als Einwohner der Börde Sittensen habe er gerade selber miterleben dürfen, was die vollmundigen Verkündungen aus Hannover wert sind. "Nichts! Die eigene Schulstrukturreform wird durch mangelnde Lehrerversorgung konterkariert."
09.08.2004
"Nicht zufrieden mit dem Schulangebot"
Interview mit Bürgermeister Heinz-Hermann Evers und dem Samtgemeindefraktionsvorsitzenden Bernd Wölbern
Wie beurteilt Ihr den erreichten Kompromiss in Sachen Gymnasium (Einstieg nur mit fünfter Klasse)?
Wölbern: Kompromiss heißt ja, dass alle, die sich zunächst nicht einigen konnten, am Ende der Diskussion zufrieden sind. Insofern muss ich sagen, dass wir als SPD-Fraktion nicht zufrieden sein können mit dem Ergebnis. Fest steht aber: Es war bei den Mehrheitsverhältnissen im Kreis- und Landtag das, was möglich war.
Warum nicht mehr ging, müssen irgendwann die beantworten, die leidenschaftlich alles getan haben, um die optimale Lösung für Sittensen zu verhindern. Ich muss das leider so deutlich sagen, denn für die Bewertung der Situation ist es wichtig zu wissen, dass die Kreistagsmehrheit einen fast einstimmig beschlossenen Antrag des Samtgemeinderates schlicht nicht behandeln und stattdessen abwarten wollte.
Ich bin aber auch davon überzeugt, dass der Einstieg in die gymnasiale Beschulung mit Klasse Fünf in der Tat ein Einstieg ist. Es ist nur schwerer geworden für das zarte Pflänzchen "Gymnasiale Beschulung". Umso wichtiger wird jetzt die Qualität der Lehre sein; als Samtgemeinderat können wir einiges tun und durch eine sehr gute Ausstattung dafür sorgen, dass sich das Gymnasium zu einem gesunden und kräftigen Baum entwickelt.
Unsere Schule lebt von den Lehrern und den Schülern und eben auch von den Eltern, die ein Gymnasium in Sittensen wollen. Wir stehen uneingeschränkt hinter dem Gymnasium in Sittensen auch und gerade weil es bislang nur eine Klasse ist. Im nächsten Jahr werden es mindestens schon zwei Klassen sein. Es ist jetzt Zeit, mit dem Streiten aufzuhören, und gemeinsam dafür zu sorgen, dass wir in 10 bis 15 Jahren unser Ziel -nämlich ein komplettes Schulangebot in Sittensen- erreicht haben. Für mich ist das eine der wichtigsten Zukunfts-Aufgaben der Kommunalpolitik hier in der Börde.
Evers: Bernd's Antworten ist nicht viel hinzuzufügen. Wenn ich die letzten 10-12 Jahre zurückdenke, was aus meiner damaligen Anregung im Schulausschuss im Laufe der Zeit alles kaputtgeredet wurde, kann ich mit dem Ergebnis deshalb nicht zufrieden sein, weil die Klassen fünf bis sieben fest zugesagt waren. Nun hoffe ich, dass der Start mit der fünften Klasse denn auch wirklich ein Beginn der gymnasialen Beschulung in Sittensen auf Dauer bedeutet.
Zum Thema künftiger Samtgemeindebürgermeister: Gibt es schon Kandidaten, wenn ja, welche, und wie sieht das weitere Procedere in dieser Angelegenheit aus?
Wölbern: Darüber haben wir lange und ausgiebig innerhalb der Fraktion diskutiert. Grundsätzlich: Unser Verständnis von Demokratie beinhaltet auch die Überzeugung, dass der Wähler bei jeder Wahl auch immer eine Wahl haben muss. Es wird also in jedem Fall einen eigenen Kandidaten oder Kandidatin der SPD geben. Soviel ist sicher. In den eigenen Reihen gibt es einige Personen, die dieses Amt qualifiziert ausfüllen könnten, aber auch eine externe Lösung wird noch diskutiert werden. Zum Procedere: Eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der Fraktionen und des OV wird in den nächsten Wochen Vorschläge erarbeiten. Wer es dann wird, entscheiden die Mitglieder des SPD-Ortsvereins in einer eigens dazu einberufenen OV-Versammlung. Dem werde ich nicht vorgreifen. Vorbereitend werden wir als SG-Fraktion bei der Samtgemeinde den Antrag stellen, jetzt die nötigen Schritte einzuleiten, um einen Wahltermin im Frühjahr 2005 festzulegen. Zum Verwaltungsablauf wird die SG-Verwaltung sicher gerne Auskunft erteilen.
Wie sieht es in den Kindergärten aus? Wie sind die aktuellen Belegungszahlen? Wann starten die vierten Gruppen? Wann ist Baubeginn des neuen, dritten Kindergartens im Heiddorn?
Evers: In Sachen Kindergärten sind wir auf einem guten Weg. Wir können jetzt alle Wünsche auf einen Vormittagsplatz erfüllen und haben sogar pro Gruppe noch den einen oder anderen Notplatz für Nachzügler in Reserve. Wir werden jetzt die weitere Entwicklung - auch was das Vorankommen der neuen Baugebiete betrifft - beobachten und dann ist über den Neubau eines weiteren Kindergartens im Heiddorn zu entscheiden. Auch haben wir jetzt Zeit und Ruhe zu überlegen, wie künftig die Trägerschaften geregelt werden sollen.
Was passiert in den Schulen? Was muss hinsichtlich Ausstattung und baulicher Maßnahmen passieren? Wie entwickeln sich die Schülerzahlen?
Wölbern: Die Ausstattung ist gut bis sehr gut und baulich liegt aktuell nichts an. Wir sind gut aufgestellt, was die Entwicklung unserer Schule angeht. Zur Entwicklung der Schülerzahlen ist nach Rücksprache mit der Samtgemeindeverwaltung festzustellen, dass die Daten aktuell erarbeitet, und kurzfristig seitens der Verwaltung bekannt gegeben werden.
Die "Schulstatistiken der allgemein bildenden Schulen im Landkreis Rotenburg" (Stand 09.2003) zeigen für die Grundschulen der Samtgemeinde Sittensen seit 1995 nahezu konstante Zahlen um 560 Schüler. Bei den "zukünftigen Sek I-Schülern" ist aus diesem Blickwinkel also weder ein deutlicher Einbruch noch eine ungewöhnliche Steigerung zu verzeichnen.
Die Entwicklung der Schülerzahlen am Schulzentrum -darauf zielt die Frage wohl ab- hängt aber neben den bereits vorhandenen Grundschülern auch von Zu- und Wegzügen und entscheidend auch von der Akzeptanz der jeweiligen Schulformen ab. Ich stimme da unserem Landtagsabgeordneten Friedhelm Helberg zu, wenn er feststellt, dass ein gutes Angebot zu vermehrten Anmeldungen führt und nicht umgekehrt. Ich prognostiziere eine deutliche Zunahme der Gymnasial-Anmeldungen auf Kosten der Realschul-Zahlen.
Zum Thema Freibad: Wie lange wird die Anlage noch gefahren? Gibt es schon Pläne und Überlegungen für die Zeit danach?
Wölbern: Die Lage des Waldbades ist wirklich unübertroffen. Ein echtes Pfund. Ein weiteres ist die 50-m-Bahn.
Und: Das Bad ist nicht nur akzeptiert sondern ganz einfach sehr beliebt. Wir werden also nicht aus reiner Langeweile das Walbad schließen und irgendwo ein Neues bauen. Für diese "Große Lösung" fehlt auch schlicht das Geld. Und selbst wenn ein finanzkräftiger Investor auf der Matte stünde und alle anderen Probleme gelöst würden…wir würden nicht mal in die Nähe der jetzigen Eintrittspreise kommen können. Kurz um: Solange es technisch möglich ist, wird das Waldbad an der jetzigen Stelle in der jetzigen Form weiter betrieben werden. Für mich ist der Betrieb eines Freibades mit für Alle erschwinglichen Eintrittspreisen im Übrigen eine kommunale Aufgabe, die man nicht mal "so eben" privatisiert.
Ein Spaßbad oder ähnliches sehe ich in Sittensen nicht, es sei denn wir kriegen eines geschenkt. In jedem Fall -und da widerspreche ich dem Bund der Steuerzahler- sollte der Betrieb in der Hand der Kommune bleiben, weil die Vorteile für die Allgemeinheit überwiegen. Konkrete Pläne für die Zeit "danach" kenne ich nicht. Nur meine eigenen, und die sind sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber wenn es soweit ist, dass das Waldbad in seiner jetzigen Form Geschichte wird, dann werden wir als Kommunalpolitiker gut beraten sein, keine einsamen Entscheidungen zu treffen, sondern im gemeinsamen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern der Börde die beste Lösung zu finden. Um diesen Weg so gehen zu können muss dann vielleicht ein badefreies Jahr in Kauf genommen werden.
Evers: Manchmal ist es gut, fertige Pläne in der Schublade zu haben. Die Zeit ist aber auch so schnelllebig, dass man heute gewiss nicht sagen kann, was passiert, wenn im Bad irgendwann eine dringende Sanierung ansteht. Bernd hat Recht: Kommt Zeit - kommt Rat.
Wie soll sich die Börde Sittensen und hier insbesondere der Kernort Sittensen weiter entwickeln? Gibt es Konzepte für die Nutzung leerstehender Geschäfte?
Evers: Fast jeder Ort und jede Stadt hat mit leerstehenden Geschäften zu tun. Das regelt im Großen und Ganzen der Markt, als Kommune können wir da nur planerisch mitwirken. Auch kommen wir nicht daran vorbei, auf Wünsche der Investoren und Betreiber einzugehen, sonst passiert hier auf dem Gebiet bald nichts mehr. Und mein Wunsch ist es nach wie vor, dass Sittensen attraktiver Einkaufsort bleiben und noch besser werden soll.
Neuerdings ist auch wieder die Rede davon, dass bei den gemeindeeigenen Gebäuden wie Heimathaus, Mühle und dgl. gespart werden soll (Stichwort freiwillige Leistungen; Kultur). Gibt es dort schon konkrete Pläne, und wie sehen die aus?
Wölbern: Kultur darf nicht immer zuerst genannt werden, wenn es darum geht, die finanzielle Lage einer Kommune zu verbessern. Kultur ist auch Lebensqualität. Und viele Ehrenamtliche engagieren sich im kulturellen Bereich. Dies gilt es zu fördern und nicht zu kürzen! Sonst dürfen wir uns nicht wundern, wenn immer weniger Menschen bereit sind, sich in irgendeiner Form zu engagieren. Insofern sind diese Leistungen gar nicht so freiwillig, sie sind vielmehr dringend notwendig um ein soziales Miteinander zu pflegen, das im Ergebnis dazu führt, sich wohl zu fühlen -zu Hause.
Evers: So ist es. Wenn die Gemeindefinanzen knapp sind, und das sind sie nun mal, soll immer zuerst auf dem Gebiet der Kultur gespart werden. Wobei Sittensen auf dem Gebiet sich immer noch sehen lassen kann, bedenkt man, welche Summen wir für die Unterhaltung unserer kulturellen Stätten ausgeben. Insofern stimmt es, dass wir versuchen wollen, für die Nutzung der Gebäude zu ein wenig mehr Einnahmen zu kommen.
Wie gestaltet sich der Verkauf von Bauplätzen? Was kann die Gemeinde/Samtgemeinde tun, um mehr Bauwillige anzulocken? Vielleicht die Grundstückspreise senken?
Evers: Nein, sehen wir in Richtung Apensen, Tostedt, Buchholz haben wir annehmbare Baulandpreise. Auch hier regelt Angebot und Nachfrage den Preis; aus gutem Grund haben wir das dem Markt und der Privatwirtschaft überlassen. Was Sittensen betrifft, dränge ich gewiss nicht auf Tempo um möglichst schnell mehr Einwohner zu bekommen. Eher sehe ich es als unsere Aufgabe an, dafür zu werben, dass sich hier mal wieder neue Gewerbebetriebe ansiedeln. Auch um Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen. Und das wiederum zieht dann auch Bauwillige in unsere Gemeinden.
Wie sieht es mit der Fraktionsgemeinschaft mit der WFB nach dem Ausscheiden von Dr. Hadler aus den Gremien Rat/Samtgemeinderat aus? Wird diese fortgesetzt?
Wölbern: Die SPD-Fraktion bedauert den Schritt von Dr. Dirk Hadler, akzeptieren ihn aber als persönlich konsequent. Sowohl in der politischen Arbeit als auch menschlich hat es einfach gut gepasst. Ich wünsche Dirk Hadler auf diesem Wege alles erdenklich Gute für seine Zukunft. Die SPD/WFB-Gruppe wird auch mit dem neu in den Samtgemeinderat nachgerückten Johann Klindworth aus Ippensen Bestand haben. Und wir freuen uns darauf. Johann Klindworth weiß genau was er will, wo seine Schwerpunkte liegen und er hat nach Gesprächen mit seinen "Vorgängern" Friedhelm Kaiser und Dirk Hadler schnell entschieden, die Zusammenarbeit mit der SPD fortzuführen. Das freut mich, denn das ist ja kein schlechtes Zeugnis. Wir werden schon sehr bald über einige Umbesetzungen in den Fachausschüssen der Samtgemeinde beraten. Ich bin mir absolut sicher, dass die SPD/WFB-Gruppe auch weiterhin so erfolgreich und konstruktiv arbeiten wird, wie es uns in den zurückliegenden acht Jahren gelungen ist.
Evers: Für die Gemeinde kann ich ähnliches vermelden: Friedhelm Kaiser wird Nachrücker sein und die Zusammenarbeit in bewährter Weise mit uns fortsetzen.
Raum für persönliche Anmerkungen/Themenvorschläge etc.
Wölbern: Eine abschließende Bemerkung: Wir sollten uns darauf besinnen, dass das Ziel der politischen Auseinandersetzung nicht darin liegt, die politische Konkurrenz fertig zu machen. Hart in der Sache aber fair im Umgang. Es geht um Menschen. Bevor wir drauf hauen, sollten wir uns in einem Augenblick der Ruhe fragen, ob es wirklich so ist, wie es scheint. In diesem Sinne wünsche ich allen Bürgerinnen und Bürgern der Börde Sittensen, dass von den vielen Wünschen die wir haben, EINER in Erfüllung geht.
Evers: Dem möchte ich nichts mehr hinzufügen. Außer den Hinweis, dass wir aufhören sollen zu klagen. Schauen wir uns in der Welt um geht's uns doch wirklich gut. Vielleicht zu gut?
22.08.2004
Nur eine Ganztagsschule im Kreis Rotenburg?
Anfrage der SPD-Kreistagsfraktion zur Kreistagssitzung zur Sitzung des Kreistages am 10.09.2004
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Bundesregierung hat durch das Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung" insgesamt vier Milliarden Euro für den bedarfsgerechten Ausbau von Ganztagsschulen zur Verfügung gestellt.
Nach unseren Erkenntnissen sind bis zum 30.06.2004 insgesamt 184 Anträge in Niedersachsen gestellt worden. Für den Bereich des Landkreis Rotenburg/W. ist unseres Wissens lediglich für die Rotenburger Hauptschule in der Theodor-Heuss-Schule ein entsprechender Antrag gestellt worden.
Für viele Schulkinder stellt das Angebot der Ganztagsbeschulung eine sinnvolle Alternative dar, weil keine häusliche Betreuung sichergestellt ist.
Auch würde dieses für viele Kinder eine kontrollierte Bearbeitung der Hausaufgaben bedeuten, was leider oftmals - gerade für lernschwächere Kinder- nicht der Fall ist.
Dieses vorausgeschickt fragen wir den Landrat:
- Ist für den Bereich des Landkreis Rotenburg/W. wirklich nur ein Antrag auf Förderung der Ganztagsbeschulung gestellt worden?
- Worauf ist diese äußerst zurückhaltende Antragstellung zurückzuführen?
- Müssen die Schulträger/Schulen verbessert auf diese Möglichkeit der Förderung hingewiesen werden?
Mit freundlichem Gruß
Klaus Huhn
30.08.2004
Last Night of the Proms
Liveübertragung in Sittensen
Live from the Royal Albert Hall in London
11. September 2004 ab 22.00
im Biergarten vom Landgasthof Oehr, Sittensen
Das legendäre Abschlusskonzert des weltgrößten Klassikfestivals,
live in:
LONDON - HYDE PARK
BELFAST - DONEGALL SQUARE
GLASGOW - PACIFIC QUAY
SWANSEA - SINGLETON PARK
MANCHESTER - CATHEDRAL GARDENS
und…
Sittensen - Landgasthof Oehr
Mehr Geld für Bildung
Union blockiert im Bundesrat
Die neueste OECD-Studie hat es erneut an den Tag gebracht: Deutschland gibt immer noch nicht genug Geld für die Bildung aus und ist dabei den Anschluss an andere Indust-riestaaten zu verlieren.
Für die SPD steht fest, dass die Bundesrepublik immer noch unter den Versäumnissen der 1980er und 1990er Jahre leidet. Die SPD hat in der in der Bildungspolitik in den letzten Jahren schon viel bewegt.
- Die Ausgaben für Bildung und Forschung werden im kommenden Jahr um rd. 36,5 % höher liegen als 1998; eine klare Trendumkehr zu den Jahren der Kürzungen unter Kohl.
- Bis 2007 fließen rd. 4 Mrd. Euro in den Ausbau von Ganztagsschulen.
- Der Bafög-Höchstsatz wurde seit 1998 um rd. 70 Euro auf 585 Euro angehoben und die Einkommensgrenzen der Eltern erhöht. Knapp die Hälfte aller Bafög-Empfänger wird mit dem Höchstsatz gefördert, 1998 waren es nur 34%. Das Kindergeld wird nicht mehr ange-rechnet. Damit verfügt ein Studierender aus einer einkommensschwachen Familie über 739 Euro.
- Die Zahl der Studienanfänger ist auch durch die Bafög-Reform (2001) von 28,5 % (1998) auf rd. 36% (2003) gestiegen.
Weitere Informationen zur aktuellen Bundespolitik erhalten sie hier:
20.09.2004
Pisastudie stellt Landesregierung katastrophales Zeugnis aus
Die Ergebnisse der neuen Pisastudie geben nach Ansicht der SPD-Fraktion Anlass zu größter Sorge um den Bildungsstandort Niedersachsen. "Es sind leider keine großen Interpretationskünste nötig um festzustellen, dass Niedersachsen zu den großen Verlierern zählt und sich in allen untersuchten Bereichen auf den Abstiegsrängen befindet", sagte die schulpolitische Sprecherin Frauke Heiligenstadt. "Das Rezept der schwarz-gelben Landesregierung gegen das kränkelnde Bildungssystem sieht seit Jahren nur Placebos in Form von Durchhalteparolen vor, denen Eltern, Schüler und Lehrer immer weniger glauben. Ernsthafte Bemühungen, Niedersachsen aus der Bildungsmisere zu befreien, scheitern an der Selbstgefälligkeit der Landesregierung, die sich längst von den realen Sorgen und Nöten der Betroffenen entfernt hat und geradezu allergisch auf sämtliche Ratschläge zur Verbesserung der Situation reagiert."
Heiligenstadt sieht sich durch das schlechte Abschneiden Niedersachsens darin bestätigt, dass das gegliederte Schulsystem gescheitert ist. "Die soziale Herkunft von Kindern darf nicht länger über deren Bildungschancen entscheiden, daher benötigen wir eine längere gemeinsame Beschulung", so Heiligenstadt. "Die Regierung Wulff hat den Anteil der Bildungsausgaben am Gesamthaushalt in den vergangenen Jahren gesenkt und zeigt damit, wie wenig ihr Bildung tatsächlich wert ist. Maßnahmen zur Förderung schwächerer Schüler bleiben nur ein Tropfen auf dem heißen Stein."
22.09.2004
Erhalt aller Dienststellen der Bundesagentur für Arbeit
Antrag der SPD-Kreistagsfraktion
In der sogenannten Experimentierklausel des SGB II (§6a) ist in Absatz (1) geregelt, dass zur Weiterentwicklung der Grundsicherung für Arbeitsuchende an Stelle der Agenturen für Arbeit als Träger der Leistung nach § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 im Wege der Erprobung auch kommunale Träger im Sinne des § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 zugelassen werden können.
Absatz (3) besagt, dass maximal 69 kommunale Träger zugelassen werden, wobei zur Bestimmung der zuzulassenden kommunalen Träger zunächst Länderkontingente ausgeschöpft werden, welche sich aus der Stimmenverteilung im Bundesrat (Artikel 51 des Grundgesetzes) ergeben.
Kommunale Träger werden nach Antrag durch die Länder benannt. Nicht ausgeschöpfte Länderkontingente werden dergestalt verteilt, dass die Länder nach ihrer Einwohnerzahl (entsprechend der Erhebungen des Statistischen Bundesamtes zum 31. Dezember 2002) in eine Reihenfolge gebracht werden.
Dass dem Antrag des Landkreises Rotenburg stattgegeben werden wird scheint sicher, zumal bundesweit lediglich 73 Kommunale Körperschaften einen Antrag auf Trägerschaft gestellt haben.
Dies bedeutet, dass Arbeitslose nur noch für die Dauer eines Jahres von der Bundesagentur für Arbeit (BA) betreut werden, nach dieser Frist ist der Landkreis zuständig. Die hieraus resultierende Abnahme der Fallzahlen wird wegen der dann notwendigen Umstrukturierungen einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Personalbestand mindestens einzelner Dienststellen der BA haben. Namentlich ist die Dienststelle in Zeven gefährdet.
Dies vorausgeschickt beantragt die SPD-Kreistagsfraktion:
Der Kreistag möge beschließen:
1. Neben der Betreuung Langzeitarbeitsloser ist auch die originäre Arbeitsvermittlung im gesamten Landkreis Rotenburg/Wümme sicher zu stellen.
2. Der Landrat tritt umgehend in Verhandlungen mit den Dienststellen der BA im Landkreis Rotenburg / Wümme ein, um gemeinsam mit diesen sicher zu stellen, dass alle drei Dienststellen der BA in Bremervörde, Rotenburg und Zeven erhalten bleiben. Hierbei ist insbesondere auch die gemeinsame Nutzung von Räumlichkeiten zu prüfen.
Bernd Wölbern
(Stv. Vorsitzender)
26.09.2004
Verheerende Bilanz der Regierung Wulff
Fraktionsvorsitzender Sigmar Gabriel (SPD) zieht nach einem Jahr Bilanz
Liebe Leserinnen und Leser,
vor fast genau einem Jahr wurde Christian Wulff zum Ministerpräsidenten gewählt. Doch von den schönen Sprüchen im Wahlkampf ist nichts geblieben: Wulff schützt im Bundesrat die Klientel von CDU und FDP vor Subventionsabbau beispielsweise in der Landwirtschaft oder bei den Grundstücks- und Aktienspekulanten und kürzt umso gnadenloser bei Behinderten, älteren Menschen und Schülerinnen und Schülern. Gleichzeitig wird langfristig die Zukunft Niedersachsens ruiniert, weil ausgerechnet in den Hochschulen des Landes bei Wissenschaft, Forschung und Technologie konzeptlos mit dem Rasenmäher gekürzt wird. Im Schulgesetz ist nichts mehr aufzufinden von den Versprechungen nach Durchlässigkeit und individueller Förderung. Stattdessen gibt es wieder ein beinhartes dreigliedriges Schulsystem mit weit weniger Lehrern als versprochen. Und statt mehr Sicherheit vor Straftätern werden Stellen für Richter und Staatsanwälte gestrichen und die Polizei muss Strafzettel für Zigarettenkippen verteilen. Gleichzeitig wird die Trennung zwischen Polizei und Geheimdienst wieder verwischt.
Wir erleben hier in Niedersachsen die Wiedergeburt der alten und reaktionären CDU der 80er Jahre mit jungen Gesichtern. Die Chance zu einer liberalen Korrektur nutzt die FDP an keiner Stelle. Eine liberale Partei gibt es in dieser Regierung nicht. Die FDP ist eine optische Täuschung und in Wahrheit ein willenloser Erfüllungsgehilfe. Wulff und seine CDU/ FDP-Regierung haben den Menschen in Niedersachsen sehr viel versprochen und ebenso viel davon gebrochen. Das Motto des ersten Regierungsjahres von CDU und FDP lautet "Es gilt das gebrochene Wort."
04.10.2004
Einblick?
Am Freitag ist die Postille der CDU-Fraktion im Gemeinderat Sittensen auch in unserem Hause gelandet.
Was dort geschrieben wurde hat mich teilweise erschüttert.
- Extra-Markt Da wird behauptet, dass die CDU sich einmütig gegen die Errichtung des Extra-Marktes gewehrt hat. Falsch! Richtig ist vielmehr, dass es nur hinsichtlich der Ausnutzbarkeit des Sondergebietes unterschiedliche Auffassung gegeben hat. Die CDU hat nachweislich für einen etwas kleineren Verbrauchermarkt gestimmt. Auch ist der CDU bekannt, dass die finanzielle Realisierung des Polizeikommissariats nur im Zusammenhang mit dem Verbrauchermarkt möglich war.
- Dienstleistungsverträge Herr Dr. Hadler (WFB) hatte in der letzten Sitzung im Gemeinderates darauf hingewiesen, dass seinerzeit diese Vertragsschließungen als rechtmäßig empfunden wurde und es keine anderen Lösungen gab. Auch sollte die für die Gemeinden geleistete Arbeit der Bediensteten nicht voll zu Lasten der Samtgemeinde gehen. Die Unterstellungen gegenüber Sittensens Bürgermeister sind unverfroren und umgehend zurück zu nehmen. Heinz-Hermann Evers übt die Tätigkeit neben seinem Beruf ehrenamtlich aus.
- Gymnasiales Angebot In Sachen gymnasiale Außenstelle hatte sich bereits der Vorsitzende der CDU-Samtgemeindefraktion von den Aktivitäten einiger seiner Parteikollegen aus dem Gemeinderat Sittensen öffentlich distanziert. Gut so! Der Samtgemeinderat Sittensen steht im Übrigen fraktionsübergreifend hinter der gymnasialen Außenstelle.
- Poort-Kindergarten Der Bereich Kindergarten (und auch die Schulen) gehört in den Zuständigkeitsbereich der Samtgemeinde. In der Samtgemeinde hat bekanntlich die CDU die Mehrheit. Mit seinen Vorstößen (Poort und Waldkindergarten) hat ein seinerzeitiges Samtgemeinderatsmitglied der CDU allerdings in seinen eigenen Reihen keine Mehrheit gefunden. Im Übrigen möchte ich eindeutig der Aussage widersprechen, dass ein zusätzlicher Bedarf an Kindergartenplätzen von der SPD nicht gesehen wurde bzw. gesehen wird. Genau das Gegenteil ist der Fall. Bei der SPD findet nämlich einregelmäßiger Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Fraktionen statt. Aus diesem Grund wurde vorausschauend eine Fläche im Baugebiet Heiddorn für einen weiteren Kindergarten reserviert. Aufgrund der desolaten Finanzsituation der Samtgemeinde sind jedoch vorübergehend in den vorhandenen Einrichtungen rund 50 zusätzliche Kindergartenplätze geschaffen worden, um den dringendsten Bedarf an Vormittagsplätzen abzudecken. Gespräche mit möglichen externen Betreiber für einen neuen Kindergarten finden in Kürze statt.
SPD-Fraktionsvorsitzender
Gemeinde Sittensen und
Samtgemeinderatsmitglied
11.10.2004
Pisastudie stellt Landesregierung katastrophales Zeugnis aus
Die Ergebnisse der neuen Pisastudie geben nach Ansicht der SPD-Fraktion Anlass zu größter Sorge um den Bildungsstandort Niedersachsen. „Es sind leider keine großen Interpretationskünste nötig um festzustellen, dass Niedersachsen zu den großen Verlierern zählt und sich in allen untersuchten Bereichen auf den Abstiegsrängen befindet“, sagte die schulpolitische Sprecherin Frauke Heiligenstadt. „Das Rezept der schwarz-gelben Landesregierung gegen das kränkelnde Bildungssystem sieht seit Jahren nur Placebos in Form von Durchhalteparolen vor, denen Eltern, Schüler und Lehrer immer weniger glauben. Ernsthafte Bemühungen, Niedersachsen aus der Bildungsmisere zu befreien, scheitern an der Selbstgefälligkeit der Landesregierung, die sich längst von den realen Sorgen und Nöten der Betroffenen entfernt hat und geradezu allergisch auf sämtliche Ratschläge zur Verbesserung der Situation reagiert.“
Heiligenstadt sieht sich durch das schlechte Abschneiden Niedersachsens darin bestätigt, dass das gegliederte Schulsystem gescheitert ist. „Die soziale Herkunft von Kindern darf nicht länger über deren Bildungschancen entscheiden, daher benötigen wir eine längere gemeinsame Beschulung“, so Heiligenstadt. „Die Regierung Wulff hat den Anteil der Bildungsausgaben am Gesamthaushalt in den vergangenen Jahren gesenkt und zeigt damit, wie wenig ihr Bildung tatsächlich wert ist. Maßnahmen zur Förderung schwächerer Schüler bleiben nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.“
27.10.2004
Heinz Hermann Evers ist Bürgermeister-Kandidat
Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins nominierte
den Sittenser Bürgermeister
Mit 31 von 32 Stimmen wählte die außerordentliche Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins der Börde Sittensen am 10. November den Sittenser Bürgermeister Heinz Hermann Evers zum Kandidaten für das Amt des hauptamtlichen Samtgemeindebürgermeisters. OV-Vorsitzender Uli Stabenau konnte neben einer Vielzahl von OV-Mitgliedern auch den Landtagsabgeordneten Friedhelm Helberg aus Nartum begrüßen. MdB Joachim Stünker konnte selbst nicht an der Veranstaltung teil nehmen, übermittelte aber die besten Wünsche und Grüße aus Berlin.
Weiterhin waren auch einige "alte Gesichter" im Bürgermeister-Zimmer des Landgasthof Oehr zu sehen: Neben Norbert Demel (jetzt Schneverdingen) ließ auch Heiko Sudwischer (jetzt Harsefeld) es sich nicht nehmen, an diesem Abend nach Sittensen "zurückzukehren".
In seiner kurzen Einleitung wies Stabenau auf die Wichtigkeit der Veranstaltung hin und ließ in einem humorigen Rückblick nochmals die jüngere Medien-Geschichte zum Thema Samtgemeindebürgermeister Revue passieren. Insbesondere ging er auch auf den "regen Meinungsaustausch" im Internet-Portal www.treffpunkt-sittensen.de hin.
Samtgemeindefraktionsvorsitzender Bernd Wölbern machte anschließend deutlich, dass die Menschen in der Samtgemeinde Sittensen vor einer Premiere stehen. Am 10. April nächsten Jahres dürften die Bürger endlich mehr Demokratie wagen.
Erstmals wählen die Bürgerinnen und Bürger ihren Samtgemeinde-Bürgermeister direkt. Dabei falle jede einzelne Stimme direkt in die Waagschale. Der dann gewählte Bürgermeister hat damit ein Mandat direkt vom Bürger und nicht wie bislang, von der Mehrheit eines Rates. Aus diesem Bürger-Mandat ergäbe sich eine direkte Verantwortung für das zukünftige Handeln und Entscheiden; denn der Bürgermeister ist zugleich Verwaltungs-Chef. Außerdem bedeute das Bürger-Mandat für den Bürgermeister eine Verpflichtung den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber; denn sie haben ihn gewählt.
Von den Mitgliedern des SPD-Ortsvereins der Börde Sittensen sei eine historische Entscheidung zu treffen. Wölbern:" Wir entscheiden heute, wer in das Rennen geht um dieses wichtige Amt - vielleicht das wichtigste politische Amt- in der Börde."
Im Weiteren betonte der Wohnster, dass es bei der Wichtigkeit der anstehenden Entscheidung die Pflicht eines Vorstandes sei, nicht unvorbereitet in eine solche Mitgliederversammlung zu gehen. Klar sei aber: Die Entscheidung treffen die Mitglieder.
Die Aussage, es gäbe "mehrere potenzielle Kandidaten", sei die Wahrheit. "Wir haben nämlich einige richtig gute Leute!"
Seit Anfang des Jahres hätten sich die Vorstände von Ortsverein und Fraktionen vernünftigerweise mit dem Thema Bürgermeisterwahl beschäftigten. In vielen Sitzungen wurden Gespräche geführt -mit eben den potenziellen Kandidaten- und es wurde abgewogen. Es wurde versucht, umfassend alle Blickrichtungen und Konsequenzen einzubeziehen. Wohl wissend: Am Ende kann es nur einer werden. Ziel war es darum, den Kreis der Kandidaten einzuengen und im optimalen Fall der Mitgliederversammlung einen Kandidaten vorzuschlagen, der die breite Unterstützung des Ortsvereinsvorstandes und der Fraktionen hat.
Nach diesem Erläuterungen schlug Wölbern der Versammlung Heinz Hermann Evers als Bürgermeisterkandidat vor.
Friedhelm Helberg: " Heinz Hermann ist von den Bürgerinnen und Bürgern eigentlich schon bei den beiden letzten Samtgemeindewahlen zum Bürgermeister gewählt worden. Er hatte jeweils über 1.200 Stimmen Vorsprung vor seinem Mitbewerber. Diese Zustimmung hat er bekommen, weil er mit dem Herzen dabei ist und weil er in der Börde zu Hause ist. Er ist der Beste, weil am 10. April 2005 ein Bürgermeister gewählt wird."
Mit 31 von 32 möglichen Stimmen wählte die Versammlung Evers zu Ihrem Bürgermeister-Kandidaten. In einer ersten Stellungnahme dankte Evers den Parteifreunden für das Vertrauen und versprach: "sollte ich gewählt werden, bin ich für alle Bürgerinnen und Bürger da. Und das meine ich wörtlich."
11.11.2004
Kein Lateinunterricht in Sittensen?
Anfrage der SPD-Kreistagsfraktion zur gymnasialen Außenstelle in Sittensen
Seit Beginn des Schuljahres 2004/05 wird in Sittensen gymnasialer Unterricht in einer 5. Klasse gegeben. Dies in Form einer Außenstelle des St. Viti Gymnasiums Zeven. Zwar ist dies nur ein minimales Ergebnis nach jahrelangen Bemühungen seitens der Eltern und der Kommunalpolitik vor Ort, gleichwohl ist es ein Anfang für die gymnasiale Beschulung in Sittensen. Die Tatsache, dass es an Latein-Lehrern fehlt, und somit zur Zeit weder eine 6. noch eine 7. Klasse in Sittensen realisiert werden konnte, musste zur Kenntnis genommen werden.
Nunmehr liegen uns aber Informationen vor, nach denen Sittenser Schülerinnen und Schüler, die ab der Gymnasial-Klasse 6 (also Schuljahr 2005/06) beabsichtigen, Latein als zweite Fremdsprache zu wählen, sämtlich in Zeven mit dem gymnasialen Unterricht in Klasse 5 beginnen. In der neu eingerichteten 5. Klasse in Sittensen finden sich mithin lediglich Schülerinnen und Schüler, die beabsichtigen in Klasse 6 Französisch als zweite Fremdsprache zu wählen. Nach bisherigen Mitteilungen des niedersächsischen Kultusministeriums soll aber ab dem Schuljahr 2005/06 in der zukünftigen 6. Klasse auch Latein in Sittensen angeboten werden.
Dies vorausgeschickt fragen wir den Landrat:
-
Wurden Sittenser Schülerinnen und Schüler des jetzigen 5. Jahrganges, die im nächsten Jahr Latein als zweite Fremdsprache zu wählen gedenken aufgefordert, in Zeven mit dem gymnasialen Unterricht zu beginnen?
-
Wenn ja, wer hat dies veranlasst?
-
Auf welcher Grundlage ist dies erfolgt?
-
Ist dieses Vorgehen mit dem Schulträger abgestimmt?
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Wie soll auf diese Weise, jemals eine Latein-Klasse in Sittensen entstehen?
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Teilt der Landrat die Auffassung, dass dieses Vorgehen, so es sich bestätigt, der Entwicklung der Außenstelle des St. Viti Gymnasiums in hohem Maße abträglich ist, ja sie sogar verhindert?
Freundlicher Gruß
Klaus Huhn Bernd Wölbern
26.11.2004
Die Werte des Grundgesetzes gelten für alle
Vorsitzender Franz Müntefering schreibt an die SPD-Mitglieder zur Diskussion über die Integration von Ausländern
In einem Brief an alle SPD-Mitglieder nimmt der Parteivorsitzende Franz Müntefering Stellung zur aktuellen Diskussion über die Integration von Ausländern. Darin bezeichnet er das Zusammenleben als überwiegend gelungen und bedankt sich bei denen, die sich für eine Integration einsetzen. Müntefering will aber auch Probleme nicht verschweigen und verweist auf das Recht und die Pflicht der Zuwanderer "unser Grundgesetz anzuerkennen und die deutsche Sprache zu lernen".
Es sei aber auch nötig, die aktuellen Ereignisse in den Niederlanden "nicht für politische Agitation zu missbrauchen und damit das gesellschaftliche Klima in Deutschland zu belasten."
Den vollständigen Wortlaut des Schreibens im PDF-Format erhalten sie hier:
26.11.2004
Sittensen-Kalender 2004
Der SPD-Ortsverein hat einen neuen Kalender für 2005 herausgebracht. Auf einem DIN-A-3 Blatt werden zwölf
Fotografien aus der Börde Sittensen veröffentlicht, die aus einem Fotowettbewerb zum Thema Türen und Fenster in der Börde Sittensen hervorgegangen sind.
Dieser Kalender wird vom SPD Ortsverein der Börde Sittensen kostenlos an interessierte Bürgerinnen und Bürger verteilt. Termin hierfür ist
Samstag, der 4. Dezember 2004
am Vormittag in der Bahnhofstraße
30.11.2004
Bürgermeister-Wahl
Rede Heinz-Hermann Evers auf einer
Ortsvereinsversammlung der SPD am 29. November 2004
Am 10. November habt Ihr mir während der letzten OV-Sitzung das Vertrauen geschenkt - wofür ich noch einmal recht herzlich danke - und damit bin ich nun Kandidat für die Wahl des ersten hauptamtlichen Bürgermeisters für die Samtgemeinde Sittensen. Wenn ich diese Aufgabe nicht gerne hätte übernehmen wollen, wäre ich als Kandidat nicht angetreten. Nun bin ich es, und nun will ich die Wahl am 10. April des kommenden Jahres auch gewinnen. Dafür benötige ich nicht nur die Zustimmung der Wählerinnen und Wähler der Börde Sittensen sondern insbesondere auch Eure Hilfe. Ein Selbstgänger wird die Wahl sicher nicht. Gut finde ich, dass unsere Einwohnerschaft nun wirklich die Wahl hat.
Ein richtiger Bürgermeister
Ich glaube, die Leute in unserer Börde wollen einen richtigen Bürgermeister. Sie wollen jemanden, mit dem sie reden können - und gern ook up platt - und der mit ihnen redet oder manchmal auch nur, der ihnen geduldig zuhört. Das kann ich auf allen Ebenen, ob mit Geschäftsleuten, Vertretern aus Vereinen und Verbänden oder dem kleinen Mann - oder der Frau - auf der Straße. Das ist eine - nicht unwichtige - Aufgabe eines bürgernahen Bürgermeisters; hiermit habe ich nun gar kein Problem.
Als ich vor rund 13 Jahren zum Bürgermeister der Gemeinde Sittensen gewählt wurde - ja - viele erinnern sich - es war eine Los-Entscheidung - gab es Wetten, dass ich keine hundert Tage im Amt sein würde. Das ist damals einigen recht teuer geworden. Denn ich habe die Aufgabe angenommen und bin wohl auch im Laufe der Zeit mit ihr gewachsen. Schließlich brachten mir die folgenden Wahlen sowohl auf Gemeinde- wie auch Samtgemeinde-Ebene eine tolle Zustimmung. Also kann ich die Aufgabe so schlecht nicht gemeistert haben. Ob immer jede Entscheidung richtig war, weiß man sowieso immer erst später. Jedem kann man's eh nicht Recht machen. Was für den einen gut ist für den anderen schlecht. Diese zwei Seiten gibt's wie überall im richtigen Leben.
Ich will damit sagen, dass ich genauso zuversichtlich an diese neue Aufgabe herangehe. Wenn ich auch nicht in Kommunalverwaltung ausgebildet bin - was ja auch vom Gesetz her gar nicht verlangt wird - glaube ich schon im Laufe der Zeit einige Kenntnisse im Verwaltungsablauf erworben zu haben. Außerdem übe ich seit über 40 Jahren zumindest einen artverwandten Beruf aus. Rechnen, Schreiben und Lesen habe ich gelernt - und bescheiden wie ich nun mal bin - behaupte ich, einen gesunden Menschenverstand zu haben.
Im übrigen wollen die Bürgerinnen und Bürger - da bin ich mir ziemlich sicher - ja einen Bürgermeister und nicht nur einen reinen Verwaltungsfachmann. Dafür finde ich im Rathaus gelernte Kräfte vor, mit denen werde ich - und zwar mit jedem, wenn er denn will - sonst gibt's eben neue - eine gute Zusammenarbeit suchen.
Und in diesem Zusammenhang will ich auch gleich beantworten, worum ich in den letzten Tagen oft gefragt wurde: Und was wird dann aus Stefan Tiemann? Ich sage: Wenn er denn will, würde ich ihn gern als Zweiten Mann im Rathaus sehen. Ich hätte mit einer solchen Konstellation kein Problem.
Und gleich die weiteren Fragen: Bleibst du denn Bürgermeister von Sittensen? Nein, sage ich, Bürgermeister kann oder darf ich dann nicht mehr sein; aber als Verwaltungschef kann ich mindestens genau so viel für Sittensen tun wie bisher. Dazu kommt die Arbeit, die in den anderen Mitgliedsgemeinden der Börde anfällt.
Und ob ich denn meinen bisherigen Hauptjob bei Auto-Kropp noch werde ausüben können: Nein, antworte ich. Die Bezeichnung sagt es, dieses neue Amt ist hauptamtlich. Ich ersetze gleich zwei Positionen: Die des Samtgemeinde-Bürgermeisters wie die des noch amtierenden Samtgemeinde-Direktors. Mein Arbeitsplatz wird tagtäglich im Rathaus sein.
Und darauf freue ich mich am meisten: Endlich ausreichend Zeit dafür zu haben, was ich bislang nebenbei erledigen musste. Und ich glaube, es gibt genug für mich zu tun.
In wenigen Sätzen möchte ich hinzufügen, welche politischen Sachthemen ich gern anpacken würde. Voraussetzung ist natürlich immer die Zustimmung der politischen Gremien:
Ein familienfreundliche Samtgemeinde
Als Überschrift nenne ich mal: Ich möchte eine familienfreundliche Samtgemeinde. Das Leben fängt an mit der Geburt und endet mit dem Tod. Dazwischen gibt es viel zu erledigen: Kleine Kinder benötigen eine gute Erziehung, dafür sind zunächst einmal die Eltern zuständig, und unsere Kindergärten leisten da wertvolle Hilfe. Die wird heute auch verlangt. Und ich glaube, wir sind im Bereich Kindertagesstätten auf einem sehr guten Weg. Nicht zuletzt durch sehr brauchbare und realistische Vorschläge, die fast ausschließlich aus den Reihen unserer Fraktion kommen. Die Ganztagsbetreuung läuft ebenso an wie der gemeinsame Mittagstisch. Das mögen viele - insbesondere die ältere Generation - nicht verstehen. Aber heute ist nicht gestern.
Und das gilt denn auch für unsere Schulen. Ich habe immer ausdrücklich betont, dass wir in den vergangenen Jahren sehr viel für ausreichend Räumlichkeiten und für eine gute Ausstattung in unseren drei Schulen in der Börde getan haben. Jedoch völlig daneben lag unsere Noch-Mehrheitsfraktion bei unserer - nun schon rund zwölf Jahre andauernder - (SPD-) Forderung nach besserer Schulpolitik, soweit wir sie hätten mit beeinflussen können. Und in Sachen gymnasiale Beschulung waren wir so nah dran, wir hätten sie hier auf vernünftige Art haben können. Möglicherweise hätte es nur einer anderen Bezeichnung für Gesamtschule bedurft. Aber wenn schon die offizielle Elternbefragung nicht durchgeführt werden durfte, kann man erkennen, dass hier eindeutig unser Samtgemeindebürgermeister aus rein ideologischen Gründen der Blockierer war und heute noch ist. Nun will ich bestimmt nichts kaputt reden und wünsche mir wirklich, dass dieser Anfang, der jetzt mit der fünften Klasse gemacht wurde fortgeführt wird. Jedoch sehe ich nach wie vor meine Aufgabe in dem Ziel, dass wir hier eines Tages eine unabhängige gymnasiale Beschulung werden durchführen können. Vielleicht ist es nötig, dass wir dafür noch ein wenig wachsen müssen. Dass unsere reichlich vorhandenen Bauplätze baldigst bebaut werden, dass Kinder nachkommen und der Bedarf nach einem umfassenden Schulangebot unumgänglich wird. Damit habe ich denn auch gleich das Thema Wohnen mit abgehakt, füge hinzu, dass das ebenso für unsere Mitgliedsgemeinden im Rahmen des Raumordnungsprogramms gilt.
Neben Wohnen werde ich mich verstärkt um eine Gewerbeansiedlung bemühen. Auch hier ist Bauland vorhanden, man muss Kontakte knüpfen mit Leuten, die auf dem Gebiet fachlich qualifiziert sind. Oft hilft jedoch auch eine einfache Gesprächsrunde; solche werden künftig öfter stattfinden müssen. Arbeitsplätze möglichst in der Börde schaffen, damit weniger gependelt werden muss, steckt als Hauptziel dahinter.
Kontakte pflegen zu Vereins- und Verbandsvorständen halte ich für sehr wichtig. Den vielen ehrenamtlichen Kräften immer wieder Mut machen weiter, sie zu aktivieren und dafür zu sorgen, dass die Vereinsarbeit auch materiell im Rahmen der Möglichkeiten unterstützt wird. Man darf als Kommune nicht vergessen, was die Leute in den Vereinen uns an Arbeit sowohl in der Betreuung der Jugendlichen wie auch für die Senioren abnimmt. Das ist ohnehin mit Geld nicht zu bezahlen. Überall wo ich auftrete kann ich dafür immer nur Danke sagen. Oft hilft es. Hier und da sind aber auch mal ein paar Euro nötig.
Das gilt auch für kulturelle Angebote. Sich zum Beispiel auch mal für etwas einsetzen, was es hier sonst nicht so gibt. Ich denke da an Musik, die uns die Pausenhallen-Konzerte bieten sollen. Und ich erinnere daran, wie schwer sich unsere Verwaltungsleute tun, dabei nur ein wenig mit zu helfen. Ich kann nur hoffen, dass keiner von euch am 11. Dezember fehlt! Wir benötigen einfach Publikum, damit der Anfang nicht schon gleich das Ende bedeutet.
Ein dicker Brocken kommt sicher auf die Kommune in Sachen Abwasser zu. Schmutzwasser- Entsorgung, Klärwerk, Klärteiche auf der einen Seite wie auch die Regenwasserkanäle müssen im Laufe der nächsten Jahre saniert werden. Das kostet Geld. Und Geld müssen wir auch aufwenden, um unsere Straßen und Wege instand zu setzen bzw. zu erneuern. Wenn wir das jetzt nicht tun, wird die Situation in ein paar Jahren so dramatisch, dass es immer teurer wird. Deshalb hätte ich kein Problem damit, auch mal richtig anzupacken, auch wenn dafür Kredite in Anspruch genommen werden müssen. Den Vorwurf, den ich irgendwo gelesen habe, Sittensen hätte seit roter Regierungszeit immer mehr Schulden gemacht kann ich leicht mit Zahlen widerlegen: 1994 betrug die pro-Kopf-Verschuldung: 301.60 Euro, 2004:188,19 Euro. Damit will ich nicht sagen, wir können jetzt richtig Gas geben, aber wo es nötig ist, kann man durchaus auch mal Schulden machen. Da halte ich es mit einem der fünf Weisen, der darauf hinweist, dass der Staat sich auch totsparen kann. Dem stimme ich nach wie vor auch auf kommunaler Ebene zu.
Feuerwehr in allen Mitgliedsgemeinden
Sicher gibt es noch viele Themen, die zu erläutern wären. Zum Beispiel unsere Feuerwehren. Ich gebe zu, hier mal dummerhaftig die Frage gestellt zu haben, ob denn jeder Ort überhaupt eine Feuerwehr braucht. Das kam in den Mitgliedsgemeinden gar nicht gut an. Ich habe mich belehren lassen, ganz sachlich darüber z.B. mit Arnold Hoppe geredet. Und stimme dem seitdem zu: Ja, wir brauchen diese Feuerwehren, wir brauchen vor allen Dingen jeden Feuerwehrmann- und Frau. Und wir sind mit unserer Jugend-Feuerwehr auf einem guten Weg. Müssten wir statt der Freiwilligen Feuerwehren eine Berufs-Feuerwehr unterhalten, wäre das kaum zu bezahlen. Was habe ich daraus gelernt: Erst mit Fachleuten reden, bevor man nachplappert, was andere auch schon mal laut gedacht haben. Außerdem sehe ich auch, dass in vielen Gemeinden die Feuerwehr der einzige Verein ist, der auch kulturelle Aufgaben mit übernimmt. Das kann wirklich nicht schaden.
Bestimmt gibt es noch viele Themen, die in den Bereich "familienfreundliche Gemeinde" fallen. Z.B. denke ich da auch an Schaffung von Seniorenwohnheimen, betreutes Wohnen, Pflegeheime. Und am Ende gilt es dann, auch über unsere Friedhöfe nachzudenken. Ich meine, dass es eine gute Lösung ist, wenn wir diese Aufgabe bei der Kirche belassen. Wohnste als kommunaler Friedhof ist Fakt, in Klein-Meckelsen jetzt zu planen, kann gut sein. Den Bedarf sehe ich allerdings frühestens in zehn Jahren.
Liebe Freunde, das soll es für heute erst mal von mir gewesen sein, wenn es Fragen gibt, stellt sie bitte jetzt. Ansonsten werden wir gewiss demnächst gemeinsam ein Wahlprogramm aufstellen, das denn auch gleich für die kommende Wahl-Periode gilt, die ja denn auch schon ab November 2006 auf uns zukommt.
Heinz-Hermann Evers
02.12.2004
Pisastudie stellt Landesregierung katastrophales Zeugnis aus
Die Ergebnisse der neuen Pisastudie geben nach Ansicht der SPD-Fraktion Anlass zu größter Sorge um den Bildungsstandort Niedersachsen. "Es sind leider keine großen Interpretationskünste nötig um festzustellen, dass Niedersachsen zu den großen Verlierern zählt und sich in allen untersuchten Bereichen auf den Abstiegsrängen befindet", sagte die schulpolitische Sprecherin Frauke Heiligenstadt. "Das Rezept der schwarz-gelben Landesregierung gegen das kränkelnde Bildungssystem sieht seit Jahren nur Placebos in Form von Durchhalteparolen vor, denen Eltern, Schüler und Lehrer immer weniger glauben. Ernsthafte Bemühungen, Niedersachsen aus der Bildungsmisere zu befreien, scheitern an der Selbstgefälligkeit der Landesregierung, die sich längst von den realen Sorgen und Nöten der Betroffenen entfernt hat und geradezu allergisch auf sämtliche Ratschläge zur Verbesserung der Situation reagiert."
Heiligenstadt sieht sich durch das schlechte Abschneiden Niedersachsens darin bestätigt, dass das gegliederte Schulsystem gescheitert ist. "Die soziale Herkunft von Kindern darf nicht länger über deren Bildungschancen entscheiden, daher benötigen wir eine längere gemeinsame Beschulung", so Heiligenstadt. "Die Regierung Wulff hat den Anteil der Bildungsausgaben am Gesamthaushalt in den vergangenen Jahren gesenkt und zeigt damit, wie wenig ihr Bildung tatsächlich wert ist. Maßnahmen zur Förderung schwächerer Schüler bleiben nur ein Tropfen auf dem heißen Stein."
23.12.2004
Mehr Netto für alle SPD-Bundestagsfraktion zur Steuerreform
"Mehr Netto für alle", das ist der Titel einer neuen Internetseite der SPD-Bundestagsfraktion. Am 1. Januar 2005 tritt die dritte Stufe des größten Steuersenkungsprogramms in der Geschichte der Bundesrepublik in Kraft. Mit der letzten Stufe werden private Haushalte und Unternehmen insgesamt um rund 53 Milliarden Euro entlastet. Dabei fällt der größte Teil privaten Haushalten zu. Sie werden um 38 Milliarden Euro entlastet. Das sind 38 Milliarden Euro mehr im Geldbeutel als noch 1998 unter der Regierung Kohl. ...
23.12.2004
