SPD in der Börde Sittensen

- wir wollen's wissen ...

 

Sittensens Gemeindefinanzen haben sich gut entwickelt!
Klaus Huhn zur Finanzlage der Gemeinde Sittensen

Das Internet ist ein gutes Medium für schnelle Informationen.
Dass dieses weltweite Netz geradezu einlädt, Missbrauch damit zu betreiben liegt in der Natur der Sache und ist wohl kaum zu verhindern. Die schnellen Informationen sind daher immer sorgfältig abzuwägen und deren Wahrheitsgehalt zu prüfen.
Auch regionale Wahrheiten werden zunehmend via www verbreitet. So verkündete jüngst ein Teilnehmer eines Forums auf einem Sittenser Internet-Portal:
"Seit die Roten die Mehrheit in der Gemeinde Sittensen haben, ist die Gemeindeverschuldung immer weiter angestiegen."

Wir haben uns einmal die Mühe gemacht, dies zu prüfen. Mit verblüffendem Ergebnis. Nach den Haushalten der Gemeinde Sittensen hat sich die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde Sittensen ab 1996 so entwickelt.

Jahr Schuldenstand je Einwohner
Ende 1996 393,59 €
Ende 1997 351,29 €
Ende 1998 272,51 €
Ende 1999 232,85 €
Ende 2000 213,94 €
Ende 2001 376,28 € wg. Zwischenfinanzierung
Ende 2002 281,80 €
Ende 2003 204,06 €
Ende 2004 voraussichtlich 188,19 €


Vor dem Hintergrund der oben zitierten Aussage bleibt zu ergänzen, dass "die Roten" ab Herbst 1996 erstmals die Mehrheit im Gemeinderat Sittensen hatten.

Dazu Fraktionsvorsitzender Klaus Huhn: "Diese erfreulich Entwicklung -Verringerung der Schulden um mehr als die Hälfte- ist nur auf eine hohe Haushaltsdisziplin zurückzuführen. Sicherlich ist dies zu einem nicht unerheblichen Teil ein Verdienst der SPD-Mehrheit im Gemeinderat Sittensen, aber letztlich ist dieses Ergebnis auf die konstruktive Zusammenarbeit mit der CDU und der Verwaltung zurückzuführen."

Bürgermeister Evers ergänzt: "Für die nächsten Haushaltsjahre sind wir in der Pflicht den Regenwasserkanal im Heiddornweg zu sanieren, da die Anwohner schon längere Zeit Probleme mit dem Oberflächenwasser haben. Anschließend ist dann der Heiddornweg zu erneuern. Bei dieser großen Maßnahme kann es dazu führen, dass wir Kredite aufnehmen müssen. Aber natürlich wird dies nicht leichtfertig geschehen. Ich stelle fest, dass entgegen der zitierten Behauptung die SPD und der Rat der Gemeinde Sittensen sorgfältig mit den Steuermitteln umgeht."

03.01.2005


Erfolgreiche Tannenbaumaktion


Auch dieses Jahr wurde die Tannenbaumaktion wieder erfolgreich vom SPD-Ortsverein der Börde Sittensen durchgeführt. TannenbaumaktionDie Leitung hatte diesmal Piet van Zeijl, der vier Teams am Samstagmorgen auf den Weg durch unseren Ort schicken konnte, um Tannenbäume einzusammeln und sie zum Schreddern auf den Grünabladeplatz zu bringen. Insgesamt wurden ca. 1100 ausgediente Bäume eingesammelt und einer ökologisch sinnvollen Verwertung zugeführt.

Erstmals nahm an dieser Aktion auch eine Delegation des Jugendparlaments teil. Ihr Einsatz erntete Lob von den übrigen Helfern:" Die jungen Leute können ja richtig mit anfassen!"

Manche Einwohner Sittensens hatten als Dank eine kleine Spende beigelegt. Spontan beschlossen die Helfer, diesen Betrag aus der eigenen Tasche aufzustocken und für die Flutopfer in Ostasien zu spenden.

18.1.2005


Joachim Stünker (SPD): Heeslingen erhält nun Partnerfiliale
Eingeständnis der Post : Erwartungen und Praxis lagen zu weit auseinander

"Die Post hat sich kurzfristig entschieden, in Heeslingen nun eine Partnerfiliale zu führen. Das bedeutet eine Ausweitung des Dienstleistungsangebots und soll möglichst auch Postbankleistungen umfassen" so der örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Joachim Stünker.

Wegen der Entwicklung um die Heeslinger Postagentur kurz vor Weihnachten hatte der Abgeordnete die Deutsche Post aufgefordert, umgehend für eine ordnungsgemäße Postversorgung in Heeslingen zu sorgen.

Ergebnis: Die Post kann die Kündigung des Betreibers des "Olla-Online-Shops" nachvollziehen und bedauert sie sehr. Der Kundenansturm wäre überraschend gekommen, so die Post in ihrem Schreiben an Stünker, und "Erwartungen und Praxis lagen hier zu weit auseinander". "Die Post glaubt, dass ein Start außerhalb der Weihnachtszeit vermutlich besser geglückt wäre. Eine Erkenntnis, die hier leider etwas spät kommt, besonders für den betroffenen Betreiber und eigentlich vorhersehbar gewesen wäre" so der Abgeordnete dazu. "Aber: Die Post steht jetzt mit Bürgermeister Holsten in Kontakt und hat auch schon erste Kontakte zu potentiellen Interessenten für eine Partnerfiliale geknüpft. Wenn nun dieser für beide Seiten missglückte Start ein besseres Angebot zum Ergebnis hat, dann hatte die Geschichte ja doch ihr Gutes und in Heeslingen wird hoffentlich zukünftig wieder schneller die Post abgehen" so Stünker abschließend.

24.01.2005


Evers: "5. und 6. Klasse gesichert"
SPD beklagt Informationsdefizit und bietet Forum zum Erfahrungs-Austausch an

Nachdem viele Eltern aus Sittensen und den umliegenden Dörfern Bürgermeister Heinz-Hermann Evers hinsichtlich des gymnasialen Angebots in Sittensen angesprochen haben, ist dieser der Sache nachgegangen.

Evers:" Die Eltern sind verunsichert, ob es ab dem nächsten Schuljahr ein gymnasiales Angebot für die Schüler der Klasse 5 in Sittensen geben wird. Ich habe deshalb den Schulausschussvorsitzenden Klaus Huhn gebeten, dieses Thema zu hinterfragen."

"Die aktuellen Zahlen", so Klaus Huhn "sprechen eindeutig für eine nächste gymnasiale Klasse 5 am Sittenser Schulzentrum. Von den Grundschülern der jetzigen vierten Klassen in Sittensen und Klein Meckelsen haben nach dem derzeitigen Kenntnisstand 34 Schüler (aus Sittensen 22 und aus Klein Meckelsen 12) die Gymnasiale Außenstelle in Sittensen als weiterführende Schule angegeben."

Evers dazu: "Bei diesen Zahlen gehe ich davon aus, dass es im nächsten Schuljahr eine weitere 5. Gymnasial-Klasse in Sittensen geben wird. Da die jetzige 5. Klasse sehr gut läuft und als zukünftige 6. Klasse auch nicht in Frage steht, bin ich froh, sagen zu können, dass unser Gymnasial-Angebot langsam aber stetig wächst und gedeiht." Evers nannte es "sehr unglücklich" , dass die Informationen zu diesem Thema so spärlich fließen. So werde die Existenz der Außenstelle unnötig aufs Spiel gesetzt. "Ich lade deshalb alle Eltern ein, die bereits heute Kinder in der jetzigen 5. Gymnasial-Klasse haben, mit den Eltern der zukünftigen 5. Klasse ins Gespräch zu kommen. Was wir brauchen ist ein offener Austausch über Unsicherheiten und Erfahrungen. Und wer könnte Fragen zum Gymnasialen Zweig besser beantworten, als die Eltern die bereits erste Erfahrungen damit gesammelt haben. Nach Absprache mit unserem OV-Vorsitzenden Uli Stabenau haben wir uns entschlossen dem Thema Gymnasiale Außenstelle auf unserer Jahreshauptversammlung am Mittwoch, 16. Februar ab 20.00 Uhr in der Gaststätte "Zur Alten Schmiede" einen sehr breiten Raum zu geben. Darum meine herzliche Bitte an alle Eltern, deren Kinder eine Gymnasial-Empfehlung haben, an diesem Abend in die Alte Schmiede zu kommen, und Fragen zu stellen. Und meine Bitte an die Eltern, deren Kinder jetzt die 5. Gymnasial-Klasse besuchen: Kommen Sie an diesem Abend und versuchen sie Antworten zu geben."

Stabenau weist darauf hin, dass die Jahreshauptversammlung um 19.30 Uhr beginnt. Nach Erledigung der Regularien sei dann ab ca. 20.00 Uhr der gymnasiale Zweig das Hauptthema des Abends. "Wir können die Möglichkeit zum Dialog anbieten, nutzen müssen die Eltern sie aber selbst."

11.02.2005


SPD zum Regionalen Raumordnungsprogramm


Der Landkreis hat einen Entwurf des neue Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) vorgelegt und ihn den Gemeinden zur Stellungnahme übermittelt.

Die SPD-Samtgemeinderatsfraktion hat sich in den vergangenen Wochen mit diesem Thema befasst und sich unter anderem auch vor Ort ein Bild von einigen im RROP benannten Bereichen der Samtgemeinde gemacht.

Die Fraktion hat eine Stellungnahme dazu verfasst und beantragt nun, diese als Sittenser Stellungnahme an den Landkreis weiterzuleiten.

Wer Interesse an dieser Stellungnahme hat, kann sie sich hier als Word-Dokument herunterladen.

18.2.2005


- Ganztagsschule -

Die SPD-Samtgemeinderatsfraktion hat bereits am 13.12.2003 einen Antrag zur Ganztagsbeschulung an den Rat der Samtgemeinde gerichtet (siehe Anlage). Die Bundesregierung stellt durch das Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung" insgesamt vier Milliarden Euro für den bedarfsgerechten Ausbau von Ganztagsschulen zur Verfügung. Auf das Land Niedersachsen entfallen dabei rund 395 Mio. Euro. Mit Hilfe dieses Programms sollen Kinder zu selbstbewussten Menschen heranwachsen, denn gute Bildung und starke Persönlichkeiten sind für die wirtschaftliche und soziale Zukunft unseres Landes wichtig.

Die Ganztagsschule bietet die Möglichkeit, Unterricht flexibler zu gestalten: Kreative pädagogische Konzepte sollen nicht einfach nur die Schulzeit verlängern, sondern Schule zu einem Lernort machen, an dem sich Kinder entfalten können. Durch ganztägige Betreuung haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in einem entsprechenden Rahmen ihre Talente zu entdecken und eigene Interessen zu entwickeln. Dies trägt entscheidend zur Persönlichkeitsfindung der Kinder bei. Ganztagsbetreuung beinhaltet eben nicht nur ein institutionelles, sondern insbesondere ein erzieherisches und bildungsorientiertes Angebot für Mütter, Väter und Kinder. Vor diesem Hintergrund ist auch die Ganztagsbeschulung ein Mosaikstein einer nachhaltigen Präventionskonzeption.

Warum immer mehr Wert auf Ganztagsbetreuung gelegt wird, hat mehrere Gründe: Wie eine Umfrage auf der Bildungsmesse 2003 ergab, erwarten viele Eltern, dass durch neue Lernformen die Qualität des Unterrichts verbessert werden kann. Ebenso sollen die Leistungen der Schülerinnen und Schüler gesteigert werden. Großes Augenmerk wird auch auf die individuelle Förderung der Kinder gelegt, denn nur dadurch können Bildungsdefizite rechtzeitig ausgeglichen werden - und der Lernfrust setzt erst gar nicht ein.

Für viele Schulkinder stellt das Angebot der Ganztagsbeschulung auch deshalb eine sinnvolle Alternative dar, weil eine häusliche Betreuung nicht sichergestellt ist. Zudem würde so die kontrollierte Bearbeitung der Hausaufgaben ermöglicht, was leider oftmals -gerade für lernschwächere Kinder- nicht der Fall ist.

Der o.g. Antrag der SPD-Samtgemeinderatsfraktion zielte darauf ab, dass die Gesamtkonferenz des Schulzentrums (also Eltern, Schüler und Lehrer) sich mit dieser Thematik befassen mögen. Schließlich macht eine Ganztagsbeschulung nur Sinn, wenn sie von einer breiten Basis gewünscht und getragen wird. Aus diesem Grund ist die Diskussion vorab von und mit den Betroffenen zu führen. Erst danach ist die Entscheidung der Gesamtkonferenz der Samtgemeinde als Schulträger mitzuteilen.

Wenngleich die Gesamtkonferenz in ihrer Entscheidung natürlich frei ist, weisen wir nachdrücklich darauf hin, dass in dieser Sache dringender Handlungsbedarf besteht (Mitteilung an den LK bis 28.02.2005!).

Wir regen daher an, dass sowohl Verwaltung als auch die politischen Gremien sich des Themas im Rahmen ihrer Möglichkeiten annehmen um eine alsbaldige Entscheidungsfindung zu befördern.

Sollte die Gesamtkonferenz positiv votieren, so wird sich der Schul- und Kulturausschuss umgehend mit dem Thema befassen und eine Beschlussempfehlung für den Samtgemeinderat erarbeiten.

Mit freundlichem Gruß

Bernd Wölbern

19.02.2005


Nur 50 km/h zwischen Wiersdorf und Zeven?
Anfrage im Kreistag

Seit mehreren Monaten befindet sich die Fahrbahn der Landesstraße Zeven - Wiersdorf in einem desolaten Zustand. Im Seitenbereich des Straßenkörpers sind teilweise erhebliche Absackungen zu verzeichnen. Aus diesem Grund wurde eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Km/h außerhalb geschlossener Ortschaft angeordnet.

Deshalb möchte der SPD-Kreistagsabgeordnete Klaus Huhn von der Kreisverwaltung wissen, wann das zuständige Straßenbauamt die untragbare Situation durch Baumaßnahmen zu beseitigen beabsichtigt.

22.02.2005


Kritische Bilanz der Landespolitik
Öffentlichen Mitgliederversammlung mit SPD-Landesvorsitzendem
Wolfgang Jüttner

Liebe Genossinnen und Genossen, hiermit lade ich Euch zu unserer öffentlichen Mitgliederversammlung mit Wolfgang Jüttner herzlich ein. Sie findet statt am

16.03.05 um 19:30
im Gasthaus "Zur alten Schmiede"

Wolfgang Jüttner, Vorsitzender des SPD-Landesverbandes Niedersachsen und stellvertretender Vorsitzender der SPD Landtagsfraktion wird über aktuelle landespolitische Themen berichten.

Nach dem Motto: "Was muss passieren, damit Niedersachsen weiter nach vorne kommt" wird die Politik der CDU/FDP Regierung im Landtag einer kritischen Analyse unterzogen. Dazu gehört natürlich auch die aktuelle Bildungspolitik und die gegenwärtige Unterrichtsversorgung.

Aber auch die Versäumnisse des Landwirtschaftsministers bei der Förderung des ländlichen Raumes werden Thema der Veranstaltung sein.

Ob zu der Situation des gymnasialen Zweiges in Sittensen bis dahin Neuigkeiten zu berichten sein werden, wird man gespannt abwarten müssen.

Um Heinz-Hermann den richtigen Rückenwind für die Bürgermeisterwahl zu geben, wünsche ich mir ein volles Haus. Also runter vom Sofa, raus aus den Puschen und los gehts am 16.03.05 in die Schmiede!!!!

Glück auf!

Ulrich Stabenau

11.03.2005


Henning Scherf zu Gast in Sittensen
Radfahrertreffen an der Wassermühle

Zur Eröffnung des Radfernweges Hamburg-Bremen kam auch der Bürgermeister der Hansestadt Bremen, Henning Scherf nach Sittensen. Natürlich fuhr er nicht die gesamte Strecke mit dem Fahrrad, sondern kam zum Treffpunkt "Hotel Schröder" in Groß Meckelsen, wo verschieden Gruppen der Sternfahrt zusammentreffen sollten.

Henning Scherf in SittensenDer SPD-Orstverein der Börde Sittensen ließ es sich natürlich nicht nehmen, Henning Scherf auf der Fahrradfahrt von Groß Meckelsen nach Sittensen zu eskortieren, und Henning zu unterstützen.
Die Organisatoren hatten die Größe von Henning Scherf wohl völlig unterschätzt, und Ihm ein viel zu kleines Fahrrad zugeteilt. Für unseren Genosse Piet van Zeijl war es selbstverständlich, dass er sein Rad zur Verfügung stellte. Piet übernahm dann das Fahrrad von Iris Stabenau, und Iris wurde kurzerhand zur Chauffeurin erklärt, und fuhr das Dienstfahrzeug von Henning Scherf nach Sittensen.

Während der Fahrradtour nach Sittensen hatten Piet van Zeijl, Ulrich Stabenau, Heiko Schmeichel und dessen Frau Ulrike die Möglichkeit, mit dem prominenten Gast einige Gedanken über kulturelle und politische Themen auszutauschen. Von den Vieren begleitet erreichte Henning wohlbehalten die Veranstaltungsmeile an der alte Wassermühle, wo mit Ihm die offizielle Eröffnung des Fahrradweges erfolgen konnte.

Nach der feierlichen Eröffnung sprach Henning Scherf natürlich auch mit Bürgermeister Hans-Hermann Evers. Dieser hatte als Gastgeber die zentrale Veranstaltung in Sittensen bereits um 11.00 Uhr eröffnet, so dass er für die Escorte nicht zur Verfügung stand. Der Gast aus Bremen versprach, die Sittenser SPD im Herbst oder spätestens im neuen Jahr zu besuchen.

18.04.2005


Feinstaubbelastung auch im Landkreis Rotenburg?
Stellungnahme des Kreistagsabgeordneten Klaus Huhn

Mit Beginn dieses Jahres wurde die seit 5 Jahren geltende EU-Luftqualitätsrahmenrichtlinie in nationales Recht umgesetzt. Danach darf die Belastung der Luft mit Feinstaub an nicht mehr als 35 Tagen im Jahr den Grenzwert von 50 Mikrogramm übersteigen. Bei Überschreitung sind entsprechende Gegenmaßnahmen erforderlich. Es ergibt allerdings wenig Sinn, zunächst einmal abzuwarten, ob diese Grenzwerte und Tage überschritten werden und dann in "hektischem" Aktionismus kurzfristig wirkende Maßnahmen zu ergreifen wie Straßensperrungen, Verkehrsverbote, Straßen nässen, Verbot für Dieselfahrzeuge o.ä. Sinn der Verordnung ist vielmehr eine langfristig und großflächig angelegte Planung mit dem Ziel, die Luftqualität zu verbessern, um eine Überschreitung der genannten Grenzwerte gar nicht erst aufkommen zu lassen. Was allerdings auch nicht ausschließt, dass bei Überschreitung möglicherweise auch kurzfristig wirkende Maßnahmen getroffen werden müssen. Aber wie gesagt ist das eigentlich nicht der Sinn der Verordnung.

Für die langfristig wirkenden Maßnahmen ist in erster Linie die Planung gefordert, dieses z.B. durch Erstellung von Bauleitplänen , Planung von Verkehrswegen, Radwegen, Förderung des ÖPNV, Parkplatzplanung, Gewerbegebietsplanung u.ä. ein gutes Instrumentarium in der Hand hat, langfristig eine Verringerung der Feinstaubbelastung und damit eine Verbesserung der Luftqualität zu erreichen. Und hier muss der Hebel auf jeden Fall angesetzt werden, zumal für das Jahr 2010 nochmals eine erhebliche Verschärfung der Luftqualitätsrichtlinien (auch für andere Stoffe) ansteht.

Kurzfristige Maßnahmen sind ggfs. durch die Ordnungs- und Straßenverkehrsbehörden zu treffen, wofür ggfs. ein sogen. Aktionsplan aufzustellen ist. Wie ein solcher Aktionsplan für den Landkreis Rotenburg/Wümme aussehen könnte, ist zumindest dem Unterzeichner z.Z. unklar.

Bei Überschreitung der Grenzwerte ist in erster Linie das Umweltministerium des Landes Niedersachsen gefordert. Von dort sind dann sogenannte Luftreinhaltepläne aufzustellen. Das Umweltministerium beschäftigt sich im Moment aber wohl in erster Linie mit den "Brennpunkten" Hannover, Hildesheim und Braunschweig.

Dass dieses im Moment in Niedersachsen die Brennpunkte sind, liegt m.E. aber auch mit an der Systematik, wie und wo die Messcontainer aufgestellt sind. Dort stehen diese nämlich an stark befahrenen Straßenschluchten. Möglicherweise vergleichbare Straßenschluchten in Niedersachsen werden messtechnisch gar nicht erfasst. Das ist aber auch bewusst so gemacht. In Niedersachsen gibt es 22 Messstationen. Dabei sind sowohl viel befahrene Straßenschluchten als auch Stadtrandgebiete ausgewählt worden, um Vergleichswerte zu bekommen und auch die überall vorhandene Hintergrundbelastung der Luft festzustellen.

Der Feinstaub selber in der Luft hat viele Ursachen, wobei auch ganz natürliche Quellen wie die Bodenerosion einschließlich Saharastaub und Salzpartikel im Nordseeraum eine Rolle spielen. Die von Menschen verursachte Belastung kommt zum überwiegenden Teil aus industriellen Prozessen, aus landwirtschaftlichen Arbeitsabläufen, aus dem Betrieb von Kraftwerken und Heizungsanlagen sowie zu ca. 17 % aus dem Straßenverkehr. Bei der Belastung aus dem Straßenverkehr ist es auch wieder nicht angebracht, hier allein die Dieselfahrzeuge ins Visier zu nehmen, weil hier auch wieder unterschiedliche Quellen vorhanden sind wie z.B. Abrieb von Bremsbelägen, Kupplungen, Reifen, Straßenbelag. zerriebener Streusplit, Streusalz usw. Der Ruß aus Dieselfahrzeugen macht also letzlich nur einen kleinen Faktor aus, so dass es falsch ist, die ganze Diskussion nur hieran "aufzuhängen". Womit nicht gesagt werden soll, dass man nicht auch diese Feinstaubquelle minimieren sollte. Die Feinstaubbelastung ist zudem äußerst wetterabhängig. Regen bindet den Feinstaub in der Luft und spült ihn weg. Schönwetterperioden dagegen lassen die Werte sprunghaft in die Höhe schnellen.

Zur tatsächlichen gesundheitlichen Beeinträchtigung durch Feinstaub kann im Moment wenig gesagt werden. Hier gibt es eigentlich keinen absoluten Grenzwert. Der derzeit festgestzte Grenzwert ist mehr oder weniger willkürlich nach den technischen Gegebenheiten und nach dem, was für machbar gehalten wurde, festgelegt.

Im Rahmen der derzeitigen Überarbeitung des Regionalen Raumaordnungprogrammes ist der Aspekt der "Feinstäube" besondere Beachtung zu schenken.
Ebenso ist dieses in die Förderung des ÖPNV einzufließen.

Zum Thema ÖPNV bitte ich Herrn Dr. Carsten Hein von der Metronom zur nächsten Sitzung des Ausschusses Wirtschaft und Verkehr einzuladen.

Sittensen, den 17.04.2005

Klaus Huhn

21.04.2005


Evers: "Ich bleibe Bürgermeister"

Nach der Wahl zum hauptamtlichen Bürgermeister am 10. April 2005 mussten die SPD-Verantwortlichen mitsamt dem Kandidaten Heinz-Hermann Evers das Ergebnis erst einmal sacken lassen. Natürlich hatte man mit so einer deutlichen Niederlage nicht gerechnet.

Heinz-Hermann Evers: "Zwischenzeitlich haben wir aber -mit etwas Abstand zum Wahltag- zusammen gesessen und das Wahlergebnis ausgewertet und analysiert. Zusammenfassend müssen wir feststellen, dass es der CDU mit ganz einfachen Aussagen gelungen ist, den Wähler zu überzeugen:
Erstens: Der SPD-Kandidat ist für diesen Posten zu alt.
Zweitens: Er ist kein gelernter Verwaltungs-Fachmann.
Und drittens: Er kostet der Samtgemeinde zusätzliches Geld, weil nach Meinung der CDU ein politischer Samtgemeinde-Bürgermeister künftig gar nicht mehr nötig ist."

Da halfen die SPD-Argumente laut Evers wenig. Trotzdem stehen die Genossen zu dem von ihnen und besonders dem Kandidaten Evers äußerst ehrlich und fair geführten Wahlkampf. Man habe persönliche Angriffe auf den CDU-Kandidaten vermieden.
"Insofern kann ich den Ball nicht ganz ohne Einschränkung an die CDU zurück spielen. Einiges war schon persönlich verletzend. Aber das ist jetzt Vergangenheit." so Evers weiter. Jetzt tritt der zur Zeit noch als Stellvertreter amtierende Stefan Tiemann am 01. Oktober die Chef-Rolle an. Die SPD bietet eine gute und sachgerechte Zusammenarbeit mit dem zukünftigen Samtgemeindebürgermeister an und wünscht sich dies auch umgekehrt. Evers betont, dass dies in der Vergangenheit mit Stefan Tiemann sehr gut funktioniert habe. "Ich sehe keinen Grund, warum das zukünftig nicht so sein sollte!"

Wichtig nicht nur für die SPD sondern insbesondere für die Sittenser Bevölkerung ist die klare Aussage von Heinz-Hermann Evers, dass er nun das bleibt, was er seit über 13 Jahren ist, nämlich Bürgermeister der Gemeinde Sittensen. Diese Frage sei ihm des öfteren gestellt worden, sagt Evers. Und er habe mit Freude feststellen dürfen, dass die Allermeisten mit dieser Klarstellung recht zufrieden sind. Bei der Entscheidung hätten ihm insbesondere viele Meinungsäußerungen aus der Bevölkerung geholfen, die dazu beitrugen, das Wahlergebnis vom 10. April richtig einzuordnen.

"Aus jeder Niederlage geht man immer ein Stückchen gestärkter hervor, wenn es einem gelingt, den Rücken wieder gerade zu bekommen. Wir werden uns bemühen, in Zukunft noch besser zu sein. Dabei sind wir alle miteinander darauf angewiesen, dass Sachauseinandersetzungen hart aber fair geführt werden. Denn sonst verlieren wir in schwieriger werdenden Zeiten den Kontakt zur Wirklichkeit."

14.05.2005


Sittenserin Christel Behrens und Zevener Willi Schönfelder
nehmen am Empfang für aktive Ältere der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin teil

Die 66jährige Christel Behrens engagiert sich seit vielen Jahren für die SPD in der Kommunalpolitik. Heute ist sie Vorsitzende des Seniorenbeirates der Samtgemeinde Sittensen. Der 86jährige Willi Schönfelder war über zwei Jahrzehnte Christel Behrens und Willi Schönfelderin der Kommunalpolitik aktiv und ist vielen als Ehrenbürger von Zeven im Landkreis ebenfalls kein Unbekannter. Ihren Einsatz für unsere Gesellschaft möchte die SPD-Bundestagsfraktion würdigen. Deshalb sind beide am Montag auf Einladung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Franz Müntefering in die Hauptstadt gereist, um gemeinsam mit rund 150 weiteren Personen an einem Empfang zu Ehren älterer Aktiver teilzunehmen.

"Viele ältere Menschen setzen sich so wie Christel Behrens und Willi Schönfelder für unsere Gesellschaft ein. Ältere sind überall aktiv - in Vereinen und Parteien, in Wirtschaft und Gesellschaft, in Kultur, Medien und im Sport. Nicht wenige sind noch im Alter erfolgreich erwerbstätig oder selbständig. Alle leisten Wichtiges und Hervorragendes für unsere Gesellschaft, " so der örtliche SPD-Bundestags- abgeordnete Joachim Stünker, der beide nach dem Empfang in sein Büro einlud, um Ihnen sein Arbeitsumfeld zu zeigen, aber vor allem auch um mit Ihnen über ihr Engagement zu sprechen.

"Ältere haben Potenziale - das zeigen mir beide Beispiele. Sie wollen sich einbringen, aber ihre Kompetenzen werden von uns noch viel zu wenig abgerufen. Um hier Abhilfe zu schaffen, brauchen wir zuerst einen neuen Blick auf das Alter", erklärt der örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Joachim Stünker. Noch wird in Deutschland das Alter viel zu oft gleichgesetzt mit einem Verlust von Fähigkeiten. Tatsächlich bedeutet aber die steigende Lebenserwartung für die allermeisten Menschen ein Plus an aktiven Jahren. "Mit unserem Empfang wollen wir als SPD-Bundestagsfraktion einen Beitrag dazu leisten, ein neues, ein positiveres Altersbild zu prägen. Denn eine Gesellschaft, die allen Menschen unabhängig von ihrem Alter Chancen auf Teilhabe einräumt, wird stärker und reicher sein", so Stünker abschließend.

14.05.2005


Helberg bedauert "ausweichende Antworten"
Landesregierung antwortet SPD-Landtagsabgeordneten

Ende März fragte der Nartumer SPD-Landtagsabgeordnete Friedhelm Helberg die Landesregierung, wie die ungenügende Personal-Situation der gymnasialen Außenstelle in Sittensen verbessert werden soll. Jetzt erhielt Helberg Antwort.

Demnach soll zum 22.08.2005 eine Stelle für Latein für das St.-Viti-Gymnasium ausgeschrieben werden. Helberg: "Diese ausweichende Antwort hilft allerdings niemandem, denn ausschreiben heißt nicht einstellen. Und sollte tatsächlich ein Lehrer eingestellt werden, entscheidet die Schulleitung, wo dieser eingesetzt wird. Damit gibt die Landesregierung den Schwarzen Peter schon mal vorsorglich weiter."

Bedauerlich sei auch, dass die Initiative des Sittenser Bürgermeisters Evers, der persönlich nach Honorarkräften mit entsprechender Qualifikation gesucht hatte, so lapidar vom Tisch gewischt wurde. Es wird schlicht festgestellt, dass die vorgeschlagenen Personen nicht geeignet sind, die Bedarfslücke in Latein in Sittensen angemessen zu schließen. Das Große Latinum alleine reiche als Qualifikation für die Lehrtätigkeit an einem Gymnasium nicht aus. "Nach konstruktiven Alternativ-Vorschlägen sucht man leider vergebens." so Helberg. Anstatt sich gegenseitig mit wenig glaubwürdigen Versicherungen zu überbieten, die "Außenstelle auch weiterhin unterstützen" zu wollen, müssten die Regierungsparteien nun endlich mal konkret werden.

15.05.2005


CDU blockiert Entsendegesetz


Billiglöhne,Scheinselbstständigkeit und illegale Beschäftigung führen zu unfairen Arbeitsbedingungen.Wer eine reguläre Arbeit verrichtet,muss auch einen anständigen Lohn erhalten.

Das Arbeitnehmer-Entsendegesetz,das gegenwärtig vor allem auf die Baubranche beschränkt ist,soll auf alle Branchen ausgedehnt werden. Damit soll Lohndumping verhindert werden. Dies hat die rot-grüne Bundesregierung so beschlossen und in den Bundestag eingebracht.

Die Union kündigte aber bereits an, diese Regelung im Bundesrat zu stoppen und handelt damit massiv gegen Interessen der Arbeitnehmer.

16.05.2005


Stünker in Sittensen


Der SPD-Bundestagsabgeordnete kommt erneut nach Sittensen. Auf einer Busreise durch seinen Wahlkreis macht er für einen Tag in Sittensen Station und zwar am
Donnerstag den 11.08.08
ab 10:00 Uhr
im VW Autohaus Kropp
Auf dem Programm stehen Gespräche mit Bürgermeister Evers und verschiedene Firmenbesichtigungen. Außerdem ist ein Rundgang über den Markt und ein Gespräch mit Marktbeschickern geplant.

10.08.2005


Helberg: "Landesregierung darf 100.000 Unterschriften nicht ignorieren"
Großer Erfolg für Volksinitiative Lernmittelfreiheit


"Die Volksinitiative zur Wiedereinführung der Lernmittelfreiheit wird von über 100.000 Menschen in Niedersachsen unterstützt. Die Initiatoren haben gemeinsam mit vielen Unterstützern 30.000 Unterschriften mehr gesammelt, als für eine Beratung im Landtag notwendig gewesen wären. Das ist ein riesiger Erfolg und ein unmissverständliches Signal an die Landesregierung: Die Lernmittelfreiheit muss wieder eingeführt werden!", so der Nartumer SPD-Landtagsabgeordnete Friedhelm Helberg. Gerade in seinem Wahlkreis sei das Engagement besonders groß gewesen. "Ich möchte mich im Namen aller Eltern bei den Unterschriften-Sammlern herzlich für ihre Arbeit bedanken."

Der Sozialdemokrat verweist in seiner Erklärung darauf, dass nach einer aktuellen Studie die Eltern von Schülerinnen und Schülern an allgemeinbildenden Schulen rund 3,6 Mrd. Euro insbesondere für Nachhilfe und Schulbücher ausgeben. "Wir werden den Trend, immer mehr Kosten für die Schulausbildung auf die Eltern abzuwälzen stoppen. Sonst wird sich die Abhängigkeit der Bildungschancen von der sozialen Herkunft noch weiter verstärken. Mit dem vorliegenden Ergebnis haben die Mütter und Väter in Niedersachsen der Landesregierung klar gemacht, wo die Grenzen sind." so Helberg.

12.6.2005


Landkreis bekommt 2,3 Mio Euro vom Bund
Wölbern: "Ganztagsschulprogramm der Bundesregierung erfolgreich"


Gute Nachrichten für den Landkreis Rotenburg: Der Bund stellt in diesem Jahr 2,3 Mio. Euro für den Umbau der Beeke-Schule in Scheeßel (600.000 Euro) und der Hauptschule Visselhövede (1,78 Mio Euro) zur Verfügung. Die Mittel stammen aus dem "Investitionsprogramm Zukunft Bildung und Betreuung", mit dem die Bundesregierung vier Milliarde Euro den für den Auf- und Ausbau von Ganztagsschulen zur Verfügung stellt.

"Ohne die finanzielle Unterstützung des Bundes könnten die Baumaßnahmen in Scheeßel und Visselhövede nicht realisiert werden", erklärte Bernd Wölbern, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion aus Wohnste. "Während der Bund vier Milliarden Euro zur Verfügung stellt, sind die Ganztagsschulen dem CDU-Kultusminister Busemann leider keinen einzigen zusätzlichen Cent wert. Und während die Landesregierung den Kommunen allein in diesem Jahr 150 Millionen Euro nimmt, unterstützt die Bundesregierung die Städte und Gemeinden bei Bauinvestitionen in Schulen." Im Rahmen des Bundesprogramms müssen die Schulträger nur 10 Prozent der Baukosten tragen, der Bund steuert 90 Prozent bei.

Wölbern zeigt sich verwundert darüber, dass aktuell CDU- und FDP-Landtagsabgeordnete über das Land ziehen, und sich für die Bewilligung von Ganztagsschulen feiern lassen, "aber dabei leider völlig vergessen, darauf hinzuweisen, dass das Geld vom Bund kommt und nicht etwa vom Land!" Im Gegenteil: Keine einzige zusätzliche Lehrerstunde gibt es vom Land. "Statt sich mit fremden Federn zu schmücken, sollten sich die Verkünder der frohen Botschaft lieber bei den Eltern und Lehrern für ihr großes Engagement bedanken. Die Lebensfähigkeit der neuen Ganztagsschulen wird einzig durch Ehrenamtliche aus Vereinen und Verbänden gewährleistet. Auch hier wäre ein Wort der Anerkennung dringend angebracht."

Geradezu ärgerlich könne man werden, wenn sich die CDU/FDP-Landesregierung zum Vorkämpfer für Ganztagsschulen aufspielt, diesen Bereich in der politischen Realität aber völlig vernachlässigt.

Wölbern abschließend: "Wolfgang Jüttner hat absolut recht, wenn er feststellt, dass dieser Landesregierung der Wille zur Stärkung der Ganztagsschulen fehlt. Es geht Ihr nur darum, sich vor dem Hintergrund der immensen Bundeszuschüsse ihrer vermeintlichen bildungspolitischen Heldentaten rühmen zu lassen. Das ist billig bis dreist."

06.07.2005


In Sittensen soll Latein angeboten werden

Seit Beginn des Schuljahres 2004/05 wird in Sittensen gymnasialer Unterricht in einer 5. Klasse gegeben. Dies in Form einer Außenstelle des St. Viti Gymnasiums Zeven. Zwar ist dies nur ein minimales Ergebnis nach jahrelangen Bemühungen seitens der Eltern und der Kommunalpolitik vor Ort, gleichwohl ist es ein Anfang für die gymnasiale Beschulung in Sittensen. Die Tatsache, dass es an Latein-Lehrern fehlte, musste zur Kenntnis genommen werden. Aus diesem Grund wurde mehrfach das Kultusministerium angeschrieben. Nach den seinerzeitigen Mitteilungen des niedersächsischen Kultusministeriums sollte aber ab dem Schuljahr 2005/06 in der zukünftigen 6. Klasse auch Latein in Sittensen angeboten werden.

Nunmehr liegen uns aber Informationen vor, nach denen Sittenser Schülerinnen und Schüler, die ab der Gymnasial-Klasse 6 (also Schuljahr 2006/07) beabsichtigen, Latein als zweite Fremdsprache zu wählen, dieses in Sittensen als zweite Fremdsprache wählen können.

Die Bemühungen der SPD-Fraktion haben sich somit ausgezahlt. Hoffen wir, dass die Schüler und Eltern das örtliche gymnasiale Angebot mittragen und mit Leben erfüllen.

Klaus Huhn
Vorsitzender des Schul- und Kulturausschusses

06.07.2005


Anschlussstelle Elsdorf:
Land, Kreis und Samtgemeinde sind zunächst gefordert

MdB Joachim Stünker zu Gast in Sittensen

"Das Tal ist durchschritten", äußerte sich Hans-Jürgen Kropp, Inhaber des Autohauses Kropp in Sittensen, optimistisch. Anlässlich eines Besuchs Joachim Stünkers sprachen beide über die wirtschaftliche Zukunft in der Region. Nach den Aussichten eines Autobahnanschlusses in Elsdorf gefragt, stellte der SPD-Bundestagsabgeordnete klar: "Hier muss definitiv zunächst die niedersächsische Landesregierung aktiv werden und einen gut begründeten Antrag stellen."

Bundesweit liegt derzeit eine Vielzahl von Anträgen auf neue Zu- und Abfahrten vor. Da schon aus finanziellen Gründen nicht alle Anträge genehmigt werden können, muss die administrative Ebene im Bundesverkehrsministerium anhand vorgegebener Kriterien abwägen, welche Vorhaben realisiert werden können. "Ich habe mich natürlich schon bei den entscheidenden Stellen dafür eingesetzt. Sinn und Zweck des Baus von Bundesfernstraßen und den dazugehörigen Zu- und Abfahrten ist aber die zügige Abwicklung des Fernverkehrs. Folglich muss sich die Begründung eines Antrags genau daran messen lassen können", erklärte Joachim Stünker im weiteren Gespräch. Darüber hinaus wären auch der Landkreis Rotenburg und die Samtgemeinde Zeven gefordert. "Im Fall eines Autobahnanschlusses Elsdorf wird eine Ortsumgehung Elsdorf zur Wahrung der Lebensqualität der Menschen unerlässlich sein."

Weiterer Besuchstermin an diesem Tag: Die Fischbrutanlage an der Wassermühle in Sittensen. Hier informierte sich Joachim Stünker über das Projekt "Wiederansiedlung von Lachs und Meerforelle im oberen Ostesystem". Die beiden Fischarten starben um 1920 im Ostesystem aus; mit ihnen verschwanden viele andere Tierarten wie z.B. der Schwarzstorch, der Eisvogel und die Wasseramsel. 1982 begann der Sportfischer-Verein Sittensen e.V in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen mit Renaturierungsmaßnahmen. 1989 wurde dann eine Fischbrutanlage aufgebaut die ihresgleichen sucht, berichtete der Vorsitzende, Jens Frank. "Insgesamt sind 10 Personen mit dem Projekt beschäftigt, davon 2 qualifizierte Bruthauswarte. Die Gemeinde Sittensen fördert das Projekt, in dem sie das Grundstück zur Verfügung stellt. Die laufenden Kosten des Projekts werden aber durch den Verkauf von Fischbrut gedeckt. Joachim Stünker fand: "Das steckt viel ehrenamtliches Engagement drin, das auch zeigt: Die Menschen wollen sich neben aller wirtschaftlichen Entwicklung auch eine lebenswerte Umwelt erhalten."

15.08.2005


Technologischer Quantensprung bei Erneuerbaren Energien

SPD-Kreistagsfraktion besucht EWE-Dienstleistungszentrum

Die sitzungsarme Zeit nutzt die SPD-Kreistagsfraktion traditionell für Besuche und Besichtigungen im ganzen Kreisgebiet. Jüngstes Ziel war das EWE- Dienstleistungszentrum in Bremervörde, wo die Fraktion und mit ihr der SPD-Bundestagsabgeordnete Joachim Stünker vom Geschäftsführer der Geschäftsregion Bremervörde/Seevetal, Herrn Bernd Michaelis, begrüßt wurde.

Das Dienstleistungszentrum für den gesamten Elbe-Weser-Raum, das nach nur 15 Monaten Bauzeit gerade erst eingeweiht wurde, ist Beschäftigungsstelle für 80 Mitarbeiter.

Grund des Besuches war, dass die Genossen aus kompetentem Munde etwas über die Möglichkeiten der Erneuerbarer Energien im ländlichen Raum erfahren wollten. So wusste Bernd Michaelis zu berichten, dass in 2004 der Strombezugs zu 26% aus erneuerbaren Energien stammte. "Das sind für unseren Bereich natürlich in erster Linie Windkraft und Biomasse. Wobei man die Biomasse als die berechenbarere Energieform bezeichnen muss." so Michaelis. Über die gesamte Palette der Erneuerbaren Energien (Wind, Biomasse, Fotovoltaik, u.a.) sei in den vergangen 15 Jahren ein "technologischer Quantensprung" zu beobachten gewesen: Kostete die Produktion eines kW regenerativen Stroms vor 15 Jahren durchschnittlich über 30 Pfennige, so sind es heute nur noch 5 Cent, also ein Drittel. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) der Bundesregierung sei deshalb unbedingt ein Schritt in die richtige Richtung.

MdB Stünker pflichtete dem bei und forderte, nicht in dem Erreichten zu verharren. "Wir dürfen den technologischen Vorsprung jetzt nicht durch eine Rückwärtswende in der Energiepolitik gefährden. Jeder weiß, dass die fossilen Energieträger endlich sind, und Atomenergie ein unkalkulierbares Risiko darstellt. Diese Erkenntnis muss auch Konsequenzen in unser aller Verhalten haben."

Erstaunt nahmen Sozialdemokraten zur Kenntnis, dass die EWE auch bereits an der Brennstoffzelle forsche, "der Energieform, der zweifellos die Zukunft gehört". Auf Nachfrage des Fraktionsvorsitzenden Bernd Wölbern nach der Höhe des Forschungsetats, räumte Michaelis ein, dass es keinen solchen gäbe. "Der kleine Posten, den wir vorgesehen hatten, wurde uns vom Land Niedersachsen im Zuge des Tarifgenehmigungsverfahrens gestrichen." Auf die Thematik Biogasanlagen/ Blockheizkraftwerk (BHKW) angesprochen bemerkte Michaelis, dass leider oftmals ein aus fachlicher Sicht falscher Standort gewählt würde. Natürlich seien die Ängste und Vorbehalte der Bevölkerung bekannt, gleichwohl seien diese aber meist unbegründet. Vernünftigerweise gehöre ein BHKW da hin, wo Wärme benötigt würde, und das sei nun mal nicht weit außerhalb von Ortslagen. Mit Wärmenutzung liegt der Wirkungsgrad einer solchen Anlage bei 70% - ohne nur bei 36%.

Der abschließende Blick in die Zukunft zeigte vor allem ein immenses Einspar-Potenzial bei der Nachrüstung alter Kessel und Häuser. Da werde noch unglaublich viel Energie verschwendet. Ein Anteil von 20% erneuerbare Energien an der Energieversorgung in den nächsten 10 Jahren ist laut Michaelis für den norddeutschen Raum realistisch. Den Vorschlag der SPD-Fraktion, alle Dienstfahrzeuge des Landkreises auf Erdgas umzurüsten kommentierte der Regionalleiter augenzwinkernd: "Das wäre sicher ein guter erster Schritt."

15.08.2005


Fotowettbewerb 2005
"Die Börde Sittensen - damals und heute"

Sittensen verändert sich stetig. Dies möchten wir auch auf dem neuen Börde-Kalender 2006 dokumentieren. Daher steht der diesjährige Fotowettbewerb der SPD Sittensen unter dem Motto "damals und heute".

Auf dem Kalender für 2006, der wieder im Dezember kostenlos verteilt wird, möchten wir diesmal Bilder von "damals" und von "heute" gegenüberstellen. Aus den vielen historischen Aufnahmen, die wir von den Bürgern der Börde erhalten haben, haben wir einige herausgesucht, die auf dem Kalender veröffentlicht werden könnten.

Nun werden Fotos gesucht, die die Aufnahmen von damals ergänzen können. Schauen Sie in Ihrem Fotoarchiv nach geeigneten Aufnahmen von heute - oder schnappen Sie sich Ihren Fotoapparat und fotografieren Sie unsere Börde wie sie heute ist.

Die Fotos sollten einen Bezug zu einem der bereits ausgewählten Aufnahmen haben. So können Sie beispielsweise zu einem Bild das gleiche Motiv aus der heutigen Zeit einreichen.

Einige Motive gibt es heute nicht mehr. Dennoch haben wir diese Motive in die engere Wahl einbezogen. Lassen Sie einfach Ihrer Fantasie und Ihrer Kreativität freien Lauf und versuchen Sie ein heutiges Motiv zu unserem "Damals-Bild" in Beziehung zu setzen.

Damit Sie geeignete Motive finden können, haben wir unten die bisher ausgewählten Bilder veröffentlicht. Einige davon werden dann - zusammen mit Ihrem Bild? - auf dem neuen Börde-Kalender abgedruckt.

Mitmachen lohnt sich: Wie in den vergangenen Jahren gibt es wieder attraktive Preise zu gewinnen.

Ihre Bilder können Sie bis zum 15. Oktober 2005 beim Vorsitzenden des Ortsvereins der SPD, Uli Stabenau, Nordstr. 2A, 27419 Sittensen, abgeben.

12.09.2005


SPD begrüßt schnelle Umsetzung des Bürgerentscheids
Informationspolitik des Landkreises "schlechter Stil"

"Es ist sehr schön, dass die Rettungswache in Gnarrenburg nun schon ab dem 1.10. rund um die Uhr besetzt sein wird. Das ist ein Sieg für die Menschen vor Ort, der zeigt, dass es sich lohnt, sich zu engagieren." stellt SPD-Kreisfraktionschef Bernd Wölbern fest.

Allerdings sei es sehr befremdlich, dass die Kreistagsabgeordneten über solch wichtige Entscheidungen zum wiederholten Male zuerst über die Medien informiert werden. "Das ist schlechter Stil, wenn der Kreistag hier außen vor gelassen wird. Nachdem monatelang alles getan wurde, um eine rund-um-die-Uhr-Besetzung der Tageswachen zu verhindern, will man die Sache nun seitens der CDU/FDP-Mehrheit wohl schnell vom Tisch haben und mit einer Positiv-Meldung in den Köpfen der Menschen punkten." so Wölbern.

Es dränge sich der Verdacht auf, dass auf diese Weise kritische Nachfragen verhindert werden sollen, die so kurz vor der Bundestagswahl störend sein könnten.

"Es fällt schon auf, dass eine für den 17. September terminierte Kreistags-Sitzung kurzerhand auf den 22. Oktober verschoben wurde, obwohl durchaus Beratungsbedarf zu mindestens zwei wichtigen Kreisthemen besteht. Nämlich unserem Antrag zur Fortschreibung des Rettungsdienstes und die Ergebnisse der Elternbefragung hinsichtlich Neuer Gesamtschulen im Landkreis Rotenburg." betont der Fraktionschef.

Ein "Geschmäckle" sei nicht zu leugnen: "Ich würde niemals behaupten, dass die Verschiebung auf den 22. Oktobern ein Wunsch der CDU-Bundestagskandidaten war - aber sicher schadet sie den beiden nicht."

27.11.2005